Am nächsten Morgen dann eines meiner persönlichen Highlights: wir holten uns Verstärkung und mieteten für 3 Tage ein VW Käfer Cabrio und erkundeten die Insel - nicht zu Fuß, nicht per Bus, nicht per Taxi - sondern mit unserem eigenen fahrbaren Untersatz. Ziemlich genial so ein Teil - wenn ich groß bin will ich auch eins!!!
Den darauffolgenden Tag verbrachten wir in einem Strand/Wasserpark Chankanaab mit traumhaft schönen Stränden, Schnorcheln, Hängematten, viel Sonne, einer kleinen Seelöwenvorstellung und einem Besuch der Delfine, mit denen wir für viel Geld auch hätten schwimmen können. Am 30.7. ging es mal wieder Boot fahren - Lars hatte 2 Tauchgänge gebucht, ich war mit Schnorchelequipment dabei. Leider kippte das Wetter auf dem Rückweg - und es begann zu regnen. Also ab ins Auto und noch ein, zwei Mal um die Insel und so war der letzte Tag auch schon wieder vorbei.
Am 31.7. ging es per Boot, Bus und wieder Boot zum nächsten Stop auf die Isla Mujeres. Dort erwartete uns dann eine etwas weniger amerikanische Insel mit traumhaft schönen Stränden und unfassbar türkisenem Wasser. Für den Folgetag mieteten wir uns einen Roller, um die Insel näher zu erkunden, die allerdings mit ihren 7 km Länge und 650 m Breite doch seeehr überschaubar ist. Eins steht fest: dieser Tag war wohl einer der heißesten während unserer gesamten Reise und es war eigentlich so gut wie gar nicht auszuhalten.Nachdem wir also am östlichsten Punkt Mexikos waren ging es dann auch ganz schnell an den Strand und ins Wasser...
Am 2.8. machten wir uns auf den Rückweg nach Cancun. Der Plan war eigentlich, dass wir uns dort einen VW Käfer mieten und damit den Rest der Reise durch Yucatan fortführen. Praktisch allerdings gab es niemanden, der Käfer vermietete oder auch nur jemanden kannte, der so etwas anbieten würde. Pläne wurden also, mal wieder über den Haufen geschmissen und wir sind nach Playa del Carmen gefahren, um dort 2 Tage lang einfach mal nichts zu tun :) Kurz haben wir mit der Idee gespielt nach Cuba zu fliegen, leider entpuppte sich das günstige Angebot, was wir gefunden hatten, aber als doch nicht ganz so günstig und wir entschieden uns den Plan wieder zu verwerfen.Man muss ja auch noch Urlaubsziele für die kommende Zeit haben :)
Von Playa aus ging es dann für 5 Tage nach Tulum. Tulum ist ein klitzekleiner Ort, der ein paar Kilometer vom Zentrum wunderschöne Strände hat und ein paar Mayaruinen. Viel zu tun ist also nicht, der perrfekte Ort zum entspannen.
Für den 5.8. mieteten wir uns ein Auto und machten uns auf den Weg nach Chichén Itza, den wohl bekanntesten Maya Ruinen. Nach 2 Stunden Fahrt wurden wir, mal wieder, mit unendlicher Hitze empfangen.
Zurück in Tulum klapperten wir die Tauchshops an und buchten für Lars einen Tauch- und mich einen Schnorcheltrip in die Cenote 2 Ojos in der Nähe von Tulum. Cenoten sind unterirdische Höhlen, die mit Süßwasser gefühlt sind. Das Schwimmen/Tauchen war der Hammer - als wäre man in einer komplett anderen Welt. Es ist dunkel, man muss aufpassen, damit man nicht mit den Stalagtiten/miten kollidiert und es ist wahnsinnig ruhig. Wie eine andere Welt eben.
Nachdem wir dort dann den gesamten Vormittag verbrachten, ging es zurück nach Tulum. Im Tauchshop angekommen, bot sich für Lars noch eine Tauchmöglichkeit in einer anderen Cenote (Cenote Angelita), wo er natürlich nicht nein sagte. Während Lars also 40m tief in einer Cenote unterwegs war, managte ich mal unseren Umzug vom Hostel in ein anderes Hotel, denn auf eine weitere Nacht in einem Raum mit 4 schnarchenden und nicht ins Klo pinkelnden Männern hatte ich dann doch nicht.
Am 7.8. machten wir uns dann auf zu den Mayaruinen von Tulum und erlebten einen ähnlich bis noch schlimmeren heißen Tag, wie schon auf der Isla Mujeres. Die Ruinen sind nicht so wahnsinnig eindrucksvoll, wie die von Chichén Itza, dafür liegen sie aber direkt am Meer - zur Abkühlung konnten wir also mal eben ins Wasser hüpfen, was auch dringend notwendig war.
Anschließend ging es wieder an den Strand zum Nichtstun :)
An unserem letzten Tag in Tulum machten wir einen Ausflug zu den Pyramiden von Cobá. Um zur Hauptruine Cobás zu kommen, mussten wir ersteinmal einen ganz schön weiten Weg durch den Dschungel zurücklegen. An der Nochoch-Mul Pyramide angekommen, verging mir irgendwie schnell die Lust, denn es war heiß und die Pyramide ziemlich hoch: 120 Treppenstufen, 42 m.
Hoch gings natürlich trotzdem und belohnt wurden wir mit einem irre schönen Blick über endloses Grün.