... du fehlst ...

Sonntag, 14. August 2011

Claudi und Lars in Mexiko Teil IV

Nächster Stop unserer Reise war dann die Isla Cozumel, wo wir nach einem ganzen Tag Boot, Bus und wieder Boot fahren ankamen. Leider mussten wir ziemlich schnell feststellen, dass es auf der Insel nur so vor Amis wimmelte, die Preise ganz schön hoch waren (und keiner mehr irgendwo Pesopreise stehen hatte, sondern alles in Dollar angegeben war) und es nicht so richtig ans belizische Inselfeeling herankam.
Am nächsten Morgen dann eines meiner persönlichen Highlights: wir holten uns Verstärkung und mieteten für 3 Tage ein VW Käfer Cabrio und erkundeten die Insel - nicht zu Fuß, nicht per Bus, nicht per Taxi - sondern mit unserem eigenen fahrbaren Untersatz. Ziemlich genial so ein Teil - wenn ich groß bin will ich auch eins!!!
Den darauffolgenden Tag verbrachten wir in einem Strand/Wasserpark Chankanaab mit traumhaft schönen Stränden, Schnorcheln, Hängematten, viel Sonne, einer kleinen Seelöwenvorstellung und einem Besuch der Delfine, mit denen wir für viel Geld auch hätten schwimmen können. Am 30.7. ging es mal wieder Boot fahren - Lars hatte 2 Tauchgänge gebucht, ich war mit Schnorchelequipment dabei. Leider kippte das Wetter auf dem Rückweg - und es begann zu regnen. Also ab ins Auto und noch ein, zwei Mal um die Insel und so war der letzte Tag auch schon wieder vorbei.








Am 31.7. ging es per Boot, Bus und wieder Boot zum nächsten Stop auf die Isla Mujeres. Dort erwartete uns dann eine etwas weniger amerikanische Insel mit traumhaft schönen Stränden und unfassbar türkisenem Wasser. Für den Folgetag mieteten wir uns einen Roller, um die Insel näher zu erkunden, die allerdings mit ihren 7 km Länge und 650 m Breite doch seeehr überschaubar ist. Eins steht fest: dieser Tag war wohl einer der heißesten während unserer gesamten Reise und es war eigentlich so gut wie gar nicht auszuhalten.Nachdem wir also am östlichsten Punkt Mexikos waren ging es dann auch ganz schnell an den Strand und ins Wasser...










Am 2.8. machten wir uns auf den Rückweg nach Cancun. Der Plan war eigentlich, dass wir uns dort einen VW Käfer mieten und damit den Rest der Reise durch Yucatan fortführen. Praktisch allerdings gab es niemanden, der Käfer vermietete oder auch nur jemanden kannte, der so etwas anbieten würde. Pläne wurden also, mal wieder über den Haufen geschmissen und wir sind nach Playa del Carmen gefahren, um dort 2 Tage lang einfach mal nichts zu tun :) Kurz haben wir mit der Idee gespielt nach Cuba zu fliegen, leider entpuppte sich das günstige Angebot, was wir gefunden hatten, aber als doch nicht ganz so günstig und wir entschieden uns den Plan wieder zu verwerfen.Man muss ja auch noch Urlaubsziele für die kommende Zeit haben :)



Von Playa aus ging es dann für 5 Tage nach Tulum. Tulum ist ein klitzekleiner Ort, der ein paar Kilometer vom Zentrum wunderschöne Strände hat und ein paar Mayaruinen. Viel zu tun ist also nicht, der perrfekte Ort zum entspannen. 








Für den 5.8. mieteten wir uns ein Auto und machten uns auf den Weg nach Chichén Itza, den wohl bekanntesten Maya Ruinen. Nach 2 Stunden Fahrt wurden wir, mal wieder, mit unendlicher Hitze empfangen.






Zurück in Tulum klapperten wir die Tauchshops an und buchten für Lars einen Tauch- und mich einen Schnorcheltrip in die Cenote 2 Ojos in der Nähe von Tulum. Cenoten sind unterirdische Höhlen, die mit Süßwasser gefühlt sind. Das Schwimmen/Tauchen war der Hammer - als wäre man in einer komplett anderen Welt. Es ist dunkel, man muss aufpassen, damit man nicht mit den Stalagtiten/miten kollidiert und es ist wahnsinnig ruhig. Wie eine andere Welt eben.
Nachdem wir dort dann den gesamten Vormittag verbrachten, ging es zurück nach Tulum. Im Tauchshop angekommen, bot sich für Lars noch eine Tauchmöglichkeit in einer anderen Cenote (Cenote Angelita), wo er natürlich nicht nein sagte. Während Lars also 40m tief in einer Cenote unterwegs war, managte ich mal unseren Umzug vom Hostel in ein anderes Hotel, denn auf eine weitere Nacht in einem Raum mit 4 schnarchenden und nicht ins Klo pinkelnden Männern hatte ich dann doch nicht.



Am 7.8. machten wir uns dann auf zu den Mayaruinen von Tulum und erlebten einen ähnlich bis noch schlimmeren heißen Tag, wie schon auf der Isla Mujeres. Die Ruinen sind nicht so wahnsinnig eindrucksvoll, wie die von Chichén Itza, dafür liegen sie aber direkt am Meer - zur Abkühlung konnten wir also mal eben ins Wasser hüpfen, was auch dringend notwendig war.
Anschließend ging es wieder an den Strand zum Nichtstun :)






An unserem letzten Tag in Tulum machten wir einen Ausflug zu den Pyramiden von Cobá. Um zur Hauptruine Cobás zu kommen, mussten wir ersteinmal einen ganz schön weiten Weg durch den Dschungel zurücklegen. An der Nochoch-Mul Pyramide angekommen, verging mir irgendwie schnell die Lust, denn es war heiß und die Pyramide ziemlich hoch: 120 Treppenstufen, 42 m.
Hoch gings natürlich trotzdem und belohnt wurden wir mit einem irre schönen Blick über endloses Grün.





Donnerstag, 4. August 2011

Claudi und Lars in Mexiko Teil III

Von San Cristóbal nach Palenque war es zur Abwechslung mal eine kurze Strecke. Angeblich sollten wir 5 Stunden unterwegs sein - dank Busverspätung und doch längerer Fahrt wurdens dann aber doch irgendwie mehr. Egal, angekommen sind wir trotzdem. Geschlafen haben wir diesmal mitten im Dschungel in einer kleinen Hütte mitten im Nix, dafür direkt am Eingang des Nationalparks der Pyramiden von Palenque. Zunächst allerdings haben wir einen Tagesausflug zu den Wasserfällen Misol-Há und Agua Azul gemacht. Das war schön und mal wieder ganz schön heiß!!! Zur Abkühlung ging es bei Agua Azul ins arschkalte Wasser...

Misol Há

Agua Azul

Abkühlung!
 


Am nächsten Tag dann ging es zu den Pyramiden von Palenque, wo wir bei gefühlten 1000 Grad und 100% Luftfeuchtigkeit die Ruinen hoch und runtergekraxelt sind. Ganz schön anstrengend so ein Urlaub!!!! Aber schööööööön wars. 



Palenque


Pyramiden mitten im Nix. Irgendwo da unten im grünen haben wir gewohnt :)


Am Abend ging es über Nacht dann weiter nach Chetumal an der Grenze zu Belize. Unser Bus hatte die großartige Ankunftszeit von 3.30 Uhr nachts. Es war also ganz schön früh... Mit dem Taxi ging es dann weiter zum Busbahnhof für die Busse nach Belize. Da es allerdings mal wieder nicht so klappen sollte wie geplant, standen da keine Busse und die früheste Abfahrt sollte so gegen 7 Uhr morgens sein. Großzügigerweise bot uns der Taxifahrer aber an uns bis zur Grenze zu fahren. "Da fahren Busse nach Belize City!" Na dann. Ab über die Grenze, Stempel abgeholt, nett mit den Grenzmenschen geplauscht - ja. Und dann standen wir da. Um uns herum nichts auf der einen Seite, Grenzposten auf der anderen und tausend Mücken. Kein Bus, kein Taxi, kein nix. Lachen mussten wir trotzdem :) Irgendwann kam ein Belizemensch auf uns zugetorkelt, er/sie/es (Geschlecht unidentifizierbar!) kam grad aus dem Casino. Kurz darauf dann kam ein als Taxi umfunktionierter Leichenwagen über die Grenze auf uns zu - ein Taxi! Jippi! Weiter gings mit Taxi zur nächsten Stadt, von wo aus wir dann einen "Chickenbus" (einen alten amerikanischen Schulbus) nach belize City nahmen. Die Fahrt fühlte sich so an, als würde sie niemals enden wollen, aber irgendwann kamen wie tot in Belize City an. Vom Fährenterminal aus ging es dann 45 Minuten auf die Karibikinsel Cayne Caulker. Das war mal defintiv Karibik pur! Eigentlich gabs da auch nicht viel, außer unendlich vielen Mücken, aber schööööön war es. Schön schön schön!


Aknunft auf Cayne Caulker

Urlaub!!!!




nächtliche Abkühlung 

karibischer Rum



Problem Belizes ist nur, dass es echt teuer ist. Somit gab es am Abend lecker lecker Nudeln aus der Dose für mich, für Lars Corned Beef. Jammi!!! Mit einer Flasche Karibikrum haben wir den Abend dann am Bootsteg ausklingen lassen - Rum ist billiger als Bier. Am nächsten Tag dann nahmen wir an einem Schnorcheltrip teil - das war der Hammer. Mit einem echten Karibikrastamann "Captain Sean" ging es mit dem Boot ins türkisne Meer. 3 Schnorchelstopps haben wir eingelegt: beim ersten Halt sind wir mit einer Seekuh geschwommen, das war ziemlich eindrucksvoll. Beim zweiten Schnorchelgang gabs viele ziemlich coole Fische, Moränen und Wasserschildkröten. Und bei Stopp Nummer Drei gabs dann Nursesharks (Atlantischer Ammenhai) und Rochen. Richtig genial und auch ein wenig gruselig, wenn die Viecher so um einen herumschwimmen. Letztlich hatten wir dann allerdings sowohl den Rochen als auch den Hai auf dem Arm - ein unbeschreibliches Gefühl, weil es sich einfach komplett unbeschreiblich anfühlt. Leider hatten wir keine unterwasserkamera. Das hätte sich echt gelohnt! Am Abend gab es dann lecker frischgekochtes Essen von einer Karibikfrau, die ihre Kochtöpfe auf einem Wägelchen durch die Straßen schob und frisches leckeres Essen verkaufte. Lecker!
In Hinblick auf unsere Finanzen haben wir uns dann allerdings entschieden, den nächsten morgen wieder in Richtung Mexiko zu fahren, obwohl es echt verdammt schön war und man gut und gern noch hätte länger bleiben können.