Der Tag begann ziemlich schnell mit der wiederholten Einsicht: Grüne Farbe = Schlechte Farbe. Wir wurden ja schon vorgewarnt, aber da wusste ich noch nicht, wie schlimm ich es finden würde: Überall ist Koriander im Essen!!! Svenja und ich haben uns heute zum Mittagessen/Frühstück einen Salat gegönnt - sowohl Fleisch als auch Dressing, alles getränkt in Koriander. Die Tacos, alles Fleisch, eigentlich alles Essen gibt es nur in Kombination mit Koriander. Selbst die Guacamole.
Ganz furchtbar. Ob ich mich daran gewöhnen werde, weiß ich ja wohl mal noch nicht.
Nach dieser äußerst leckeren Mahlzeit gönnten wir uns etwas zu Trinken be Starbucks und wurden dort im Laden von 2 Mexikanern angesprochen, die wissen wollten, woher wir kommen. Schnell stellte sich dann raus, dass der eine ein wohl relativ erfolgreicher Basketballer in Mexico ist (ich habe noch nie einen so großen und breiten Menschen so nah gesehen!!!) und der andere arbeitet hier für die Regierung. Als er hörte, dass wir ein Praktikum machen müssen, gab er uns sofort seine Telefonnummer und Mailadresse und meinte, dass er uns eventuell ein Praktikum besorgen könnte. EIne Stelle die er nannte, ist der größte Konkurrent von Kellogs hier in Mexico. Wir bleiben dran.
So viel wieder zum Thema Freundlichkeit. Die Menschen sind bisher ausnahmslos unglaublich freundlich gewesen, nicht aufdringlich oder sonst etwas. Einfach toll und für so einen Deutschen/Europäer echt ungewöhnt.
Zumal man am Anfang dazu geneigt hat, immer darüber nachzudenken, was man denn für die Freundlichkeit nun zurück geben / zahlen muss. Dass die Menschen hier einfach so sind und das machen, weil sie es gerne machen, das kennt man so nicht. Typisch deutsches Denken halt.
Was ich euch unbedingt noch zeigen muss, sind ein paar Fotos vom Regen hier, damit ihr euch das vorstellen könnt. Auch wenn es auf den Bildern vielleicht nicht ganz sooo rüberkommt, wie in Realität.
Wir sind momentan ja gerade mitten in der Regenzeit und haben wohl bis September/Oktober jeden Tag/Nacht Regen.
Es fängt ohne jede Vorwarnung einfach an zu regnen wie aus Kannen, womit das Kanalsystem hier völlig überfordert ist, sodass Straßen, Bürgersteige und Auffahrten innerhalb kürzester Zeit einfach überschwemmt sind und komplett unter Wasser stehen. Ebenso schnell, wie der Regen gekommen ist, geht er dann auch wieder.
Deutscher Regen (inklusive norddeutschem Regen) ist nix dagegen.
Hallo all ihr Lieben in Deutschland gebliebenen oder euch auf der Welt - Herumtreiber... Hier mal ein kleiner Einblick in mein Leben hier in Mexico mit all meinen Eindrücken, Erlebnissen und Bildern.
... du fehlst ...
Samstag, 31. Juli 2010
Freitag, 30. Juli 2010
Hallo Welt!
So, nun bin ich also seit Samstag, 24.07.2010 in Guadalajara, Mexico.
Sagen wir es mal so - die erste Zeit hier war schon ein Erlebnis und vieles lief doch anders, als man sich das so vorgestellt hat.
Heute ist Freitag und noch immer sind wir quasi obdachlos.
Nachdem wir von Samstag bis Dienstag in einem furchtbaren Hostel, oder nennen wir es besser Bruchbude, gehaust haben, sind wir nun in Aljoschas WG untergekommen und teilen uns die Wohnung mit einem französischen Pärchen, einer Schwäbin und Aljoscha. Der gibt uns quasi Asyl in seinsem Zimmer, wo Svenja und ich uns eine Matratze auf dem Fußboden teilen. Total komfortabel alles...
Zum Hostel ist vielleicht noch hinzuzufügen, dass wir damit wirklich den absoluten Griff in die Scheiße gemacht haben. Die Stadt wird durch eine Straße in die "gute" und die "schlechte" Seite geteilt. 3 mal dürft ihr raten, auf welcher Seite wir waren. Wie wir später erfahren haben, lag das Hostel mitten im Rotlichviertel für den kleinen Geldbeutel - Svenja meinte schon, dass es dort in den zahlreichen Bars sicher zu jedem Bier eine Nutte gratis gibt... Dementsprechend waren die Leute dort auf der Straße - nicht ganz das richtige Viertel für uns. Dass wir im Hostel dann noch Kakerlaken entdeckten, gab dem Ganzen natürlich noch den Rest. Somit haben wir unsere Wohnsituation bisher eigentlich ja schon ganz schön gesteigert... Aber trotzdem:
ICH WILL ENDLICH EIN ZUHAUSE!!!
Doch auch das liegt mittlerweile in mehr oder minder reichbarer Nähe, denn heute haben wir die Schlüssel für unser zukünftiges Heim angeholt.
Dort dürfen wir dann am Sonntag einziehen, allerdings bis Dienstag nur sporadisch, denn bis dahin müssen Svenja und ich uns ein Zimmer teilen, da in dem anderen noch 2 Österreicher wohnen, die erst am Montag ausziehen.
Ab dann haben wir dann endlich jeder sein eigenes Reich und werden uns diese Wohnung mit einem Japaner teilen. Der lebt nun seit 2 Jahren hier, spricht angeblich gutes Spanisch und arbeitet hier in Guadalajara als Japanischlehrer.
Ansonsten haben wir uns bisher jeden Tag mit ein wenig Shopping und Sightseeing vertrieben,
wobei das Sightseeing als solches eher, naja, unspannend ist. Uns wurde zwar von allen Seiten immer wieder gesagt, dass GUadalajara eine wunderwunderwunderschöne Stadt ist, doch bisher haben wir da eher einen anderen Eindruck. Man gewöhnt sich zwar so langsam an die Umstände hier, aber die ersten Tage waren wir doch sehr schockiert. Es ist halt doch alles sehr arm, dreckig, heruntergekommen - eben nicht ganz so nett anzuschauen.
Doch ein paar schöne Ecken haben wir schon entdeckt und sicher werden noch ein paar folgen... Hoffe ich.
Gestern waren wir in Tlaquepaque einem Vorort von Guadalajara, in dem es wirklich sehr sehr sehr schön war und eigentlich so aussah, wie ich mir die Stadt vorgestellt hatte. Dort hab ich mir dann beim Mittagessen auch erstmal schön den Magen verdorben - das Essen von der Straße ist halt vielleicht doch mit etwas mehr Vorsicht zu genießen...
Heute waren wir dann in einem Markt, in dem es eigentlich alles zu kaufen gab, was man sich so vorstellen kann. 3 Stockwerke, vollgepackt mit allem was das Herz begehrt: Schuhe, Klamotten, Elektronikartikel (sogar geblümte Glätteisen :o)) und Essen. Im untersten Stockwerk gab es sogar eine quasi "Live Metzger-Show", wo sie Schweine auseinandergenommen haben. Da lagen dann Schweineschwarten neben Tüten mit Innereien und Organen neben T-Shirts. Gewöhnungsbedürftig...
Was wirklich noch eine Attraktion für sich ist, ist das Busfahren. Da es nur selten Haltestellen gibt, wir bisher noch nirgendwo einen Bus- oder Linienplan finden konnten und eh jeder fährt wie er will, ist Busfahren jedes Mal ein großes Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Denn hier gibt es auch keinen Menschen, der einem sagen würde, dass er etwas nicht weiß. Also: immer mehrmals fragen, denn auch wenn die Menschen es nicht wissen, irgendwohin schicken sie dich bestimmt.
Aber eins muss man den Mexikanern wirklich zu Gute halten: Sie sind alle und bisher auch ausnahmslos wirklich unglaublich freundlich. Jeder versucht zu helfen wo er nur kann, man wird auch gern mal "an die Hand" genommen, und bekommt die Sache die man sucht gezeigt und jeder und alle wollen immer nur, dass es einem gut geht. Ist wirklich wirklich wirklich sehr ungewohnt, denn in Deutschland habe ich so etwas noch nie erlebt.
Wir sind gespannt, wie die nächsten Tage so ablaufen werden und freuen uns tierisch auf Sonntag bzw. Dienstag, wenn wir dann endlich endlich endlich einen ort haben, an dem wir es uns gemütlich machen können...
Sagen wir es mal so - die erste Zeit hier war schon ein Erlebnis und vieles lief doch anders, als man sich das so vorgestellt hat.
Heute ist Freitag und noch immer sind wir quasi obdachlos.
| Svenja in unserem wunderschönen Hostel |
Zum Hostel ist vielleicht noch hinzuzufügen, dass wir damit wirklich den absoluten Griff in die Scheiße gemacht haben. Die Stadt wird durch eine Straße in die "gute" und die "schlechte" Seite geteilt. 3 mal dürft ihr raten, auf welcher Seite wir waren. Wie wir später erfahren haben, lag das Hostel mitten im Rotlichviertel für den kleinen Geldbeutel - Svenja meinte schon, dass es dort in den zahlreichen Bars sicher zu jedem Bier eine Nutte gratis gibt... Dementsprechend waren die Leute dort auf der Straße - nicht ganz das richtige Viertel für uns. Dass wir im Hostel dann noch Kakerlaken entdeckten, gab dem Ganzen natürlich noch den Rest. Somit haben wir unsere Wohnsituation bisher eigentlich ja schon ganz schön gesteigert... Aber trotzdem:
ICH WILL ENDLICH EIN ZUHAUSE!!!
Doch auch das liegt mittlerweile in mehr oder minder reichbarer Nähe, denn heute haben wir die Schlüssel für unser zukünftiges Heim angeholt.
Dort dürfen wir dann am Sonntag einziehen, allerdings bis Dienstag nur sporadisch, denn bis dahin müssen Svenja und ich uns ein Zimmer teilen, da in dem anderen noch 2 Österreicher wohnen, die erst am Montag ausziehen.
Ab dann haben wir dann endlich jeder sein eigenes Reich und werden uns diese Wohnung mit einem Japaner teilen. Der lebt nun seit 2 Jahren hier, spricht angeblich gutes Spanisch und arbeitet hier in Guadalajara als Japanischlehrer.
| Katedrale von Guadalajara |
Ansonsten haben wir uns bisher jeden Tag mit ein wenig Shopping und Sightseeing vertrieben,
wobei das Sightseeing als solches eher, naja, unspannend ist. Uns wurde zwar von allen Seiten immer wieder gesagt, dass GUadalajara eine wunderwunderwunderschöne Stadt ist, doch bisher haben wir da eher einen anderen Eindruck. Man gewöhnt sich zwar so langsam an die Umstände hier, aber die ersten Tage waren wir doch sehr schockiert. Es ist halt doch alles sehr arm, dreckig, heruntergekommen - eben nicht ganz so nett anzuschauen.
Doch ein paar schöne Ecken haben wir schon entdeckt und sicher werden noch ein paar folgen... Hoffe ich.
| Tlaquepaque |
| Katedrale von Tlaquepaque |
Heute waren wir dann in einem Markt, in dem es eigentlich alles zu kaufen gab, was man sich so vorstellen kann. 3 Stockwerke, vollgepackt mit allem was das Herz begehrt: Schuhe, Klamotten, Elektronikartikel (sogar geblümte Glätteisen :o)) und Essen. Im untersten Stockwerk gab es sogar eine quasi "Live Metzger-Show", wo sie Schweine auseinandergenommen haben. Da lagen dann Schweineschwarten neben Tüten mit Innereien und Organen neben T-Shirts. Gewöhnungsbedürftig...
Was wirklich noch eine Attraktion für sich ist, ist das Busfahren. Da es nur selten Haltestellen gibt, wir bisher noch nirgendwo einen Bus- oder Linienplan finden konnten und eh jeder fährt wie er will, ist Busfahren jedes Mal ein großes Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Denn hier gibt es auch keinen Menschen, der einem sagen würde, dass er etwas nicht weiß. Also: immer mehrmals fragen, denn auch wenn die Menschen es nicht wissen, irgendwohin schicken sie dich bestimmt.
Aber eins muss man den Mexikanern wirklich zu Gute halten: Sie sind alle und bisher auch ausnahmslos wirklich unglaublich freundlich. Jeder versucht zu helfen wo er nur kann, man wird auch gern mal "an die Hand" genommen, und bekommt die Sache die man sucht gezeigt und jeder und alle wollen immer nur, dass es einem gut geht. Ist wirklich wirklich wirklich sehr ungewohnt, denn in Deutschland habe ich so etwas noch nie erlebt.
Wir sind gespannt, wie die nächsten Tage so ablaufen werden und freuen uns tierisch auf Sonntag bzw. Dienstag, wenn wir dann endlich endlich endlich einen ort haben, an dem wir es uns gemütlich machen können...
| Ich mit dickem Mexikaner :o) |
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