... du fehlst ...

Freitag, 30. Juli 2010

Hallo Welt!

So, nun bin ich also seit Samstag, 24.07.2010 in Guadalajara, Mexico.
Sagen wir es mal so - die erste Zeit hier war schon ein Erlebnis und vieles lief doch anders, als man sich das so vorgestellt hat.
Heute ist Freitag und noch immer sind wir quasi obdachlos.

Svenja in unserem wunderschönen Hostel
Nachdem wir von Samstag bis Dienstag in einem furchtbaren Hostel, oder nennen wir es besser Bruchbude, gehaust haben, sind wir nun in Aljoschas WG untergekommen und teilen uns die Wohnung mit einem französischen Pärchen, einer Schwäbin und Aljoscha. Der gibt uns quasi Asyl in seinsem Zimmer, wo Svenja und ich uns eine Matratze auf dem Fußboden teilen. Total komfortabel alles...
Zum Hostel ist vielleicht noch hinzuzufügen, dass wir damit wirklich den absoluten Griff in die Scheiße gemacht haben. Die Stadt wird durch eine Straße in die "gute" und die "schlechte" Seite geteilt. 3 mal dürft ihr raten, auf welcher Seite wir waren. Wie wir später erfahren haben, lag das Hostel mitten im Rotlichviertel für den kleinen Geldbeutel - Svenja meinte schon, dass es dort in den zahlreichen Bars sicher zu jedem Bier eine Nutte gratis gibt... Dementsprechend waren die Leute dort auf der Straße - nicht ganz das richtige Viertel für uns. Dass wir im Hostel dann noch Kakerlaken entdeckten, gab dem Ganzen natürlich noch den Rest. Somit haben wir unsere Wohnsituation bisher eigentlich ja schon ganz schön gesteigert... Aber trotzdem:
ICH WILL ENDLICH EIN ZUHAUSE!!!
Doch auch das liegt mittlerweile in mehr oder minder reichbarer Nähe, denn heute haben wir die Schlüssel für unser zukünftiges Heim angeholt.
Dort dürfen wir dann am Sonntag einziehen, allerdings bis Dienstag nur sporadisch, denn bis dahin müssen Svenja und ich uns ein Zimmer teilen, da in dem anderen noch 2 Österreicher wohnen, die erst am Montag ausziehen.
Ab dann haben wir dann endlich jeder sein eigenes Reich und werden uns diese Wohnung mit einem Japaner teilen. Der lebt nun seit 2 Jahren hier, spricht angeblich gutes Spanisch und arbeitet hier in Guadalajara als Japanischlehrer.
Katedrale von Guadalajara

Ansonsten haben wir uns bisher jeden Tag mit ein wenig Shopping und Sightseeing vertrieben,
wobei das Sightseeing als solches eher, naja, unspannend ist. Uns wurde zwar von allen Seiten immer wieder gesagt, dass GUadalajara eine wunderwunderwunderschöne Stadt ist, doch bisher haben wir da eher einen anderen Eindruck. Man gewöhnt sich zwar so langsam an die Umstände hier, aber die ersten Tage waren wir doch sehr schockiert. Es ist halt doch alles sehr arm, dreckig, heruntergekommen - eben nicht ganz so nett anzuschauen.
Doch ein paar schöne Ecken haben wir schon entdeckt und sicher werden noch ein paar folgen... Hoffe ich.

Tlaquepaque
Gestern waren wir in Tlaquepaque einem Vorort von Guadalajara, in dem es wirklich sehr sehr sehr schön war und eigentlich so aussah, wie ich mir die Stadt vorgestellt hatte. Dort hab ich mir dann beim Mittagessen auch erstmal schön den Magen verdorben - das Essen von der Straße ist halt vielleicht doch mit etwas mehr Vorsicht zu genießen...
Katedrale von Tlaquepaque

Heute waren wir dann in einem Markt, in dem es eigentlich alles zu kaufen gab, was man sich so vorstellen kann. 3 Stockwerke, vollgepackt mit allem was das Herz begehrt: Schuhe, Klamotten, Elektronikartikel (sogar geblümte Glätteisen :o)) und Essen. Im untersten Stockwerk gab es sogar eine quasi "Live Metzger-Show", wo sie Schweine auseinandergenommen haben. Da lagen dann Schweineschwarten neben Tüten mit Innereien und Organen neben T-Shirts. Gewöhnungsbedürftig...
Was wirklich noch eine Attraktion für sich ist, ist das Busfahren. Da es nur selten Haltestellen gibt, wir bisher noch nirgendwo einen Bus- oder Linienplan finden konnten und eh jeder fährt wie er will, ist Busfahren jedes Mal ein großes Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Denn hier gibt es auch keinen Menschen, der einem sagen würde, dass er etwas nicht weiß. Also: immer mehrmals fragen, denn auch wenn die Menschen es nicht wissen, irgendwohin schicken sie dich bestimmt.
Aber eins muss man den Mexikanern wirklich zu Gute halten: Sie sind alle und bisher auch ausnahmslos wirklich unglaublich freundlich. Jeder versucht zu helfen wo er nur kann, man wird auch gern mal "an die Hand" genommen, und bekommt die Sache die man sucht gezeigt und jeder und alle wollen immer nur, dass es einem gut geht. Ist wirklich wirklich wirklich sehr ungewohnt, denn in Deutschland habe ich so etwas noch nie erlebt.
Wir sind gespannt, wie die nächsten Tage so ablaufen werden und freuen uns tierisch auf Sonntag bzw. Dienstag, wenn wir dann endlich endlich endlich einen ort haben, an dem wir es uns gemütlich machen können...

Ich mit dickem Mexikaner :o)

4 Kommentare:

  1. Erster! Klingt als wärst du gut angekommen... Dann wünsche ich dir mal schöne "Tage" und mach' mich auf den Weg in die andere Richtung: C und DD.
    LG!
    Der Matze
    Ps.: Bitte größere Bilder ;-)

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  2. Hallo, Claudi,
    na, das ist doch eine hübsche Idee von dir, einen solchen "Blog", wie man das wohl in Neudeutsch nennt, zu erstellen. Sehr interessant und sehr anschaulich. Ich will mehr davon! Lass dich / lasst euch nicht unterkriegen. Die Welt wird freundlicher aussehen, wenn ihr eure neue Bleibe habt! Und trainiere deinen Magen! Auf die ein wenig veränderte Ernährungsweise wirst du dich wohl einstellen müssen. Koriander ist nicht jedermanns Sache.
    Gruß
    Ich - aus Dresden (müsstest du kennen)

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  3. He Süße, es hängt!!! - ich meine die Einträge werden seltener, hab ich doch genau beobachtet ;o)
    Will wieder was zu lesen haben. Also los an die Arbeit.Hab dich lieb.Lünda

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