... du fehlst ...

Mittwoch, 29. September 2010

Noch ein paar Manzanillofotos

ihr lieben, hier noch ein paar manzanillo fotos made by Alya --> thank you!!!

Mein Pferdchen Campesino (=Bauer)


unterwegs
Manzanillo aus den Bergen

Am Strand

Gruppenfotooooo
v.l.n.r.: ich, Felix (Deutschland), Claudia (Österreich), Alya (Kanada), Svenja (Deutschland + beste Mitbewohnerin überhaupt + Bremerin + studiert mit mir, Chimay (USA)
  
Galopp am Strand : Ich + Campesino, im Hintergrund Svenja mit Rambo


Alya und ich in Manzanillo bei Sonnenuntergang

Sonnenuntergang in Barra de Navidad

was ich die letzten wochen gelernt habe...

da wir bisher ja einige hochanspruchsvolle, hochkulturelle und vorallem hochinteressante veranstaltungen hatten, bei denen wir teilnehmen durften, habe ich auch das ein oder andere interessante gelernt.
...
1.) deutsche sind eiskalt.
2.) deutschen ist es egal, wenn sie gefeuert werden. sie freuen sich darüber! denn sie wissen, dass der staat ihnen alles bezahlen wird.
3.) deutsche sind alle weiß, alle blond und haben alle blaue augen.
4.) deutsche sind rassistisch.
5.) deutsche entscheiden anhand einer pro und kontra liste, wen sie lieben und mit wem sie zusammen sein wollen. sie entscheiden das niemals aus gefühlen. tun sie nicht und würden sie nicht. denn, siehe punkt 1: deutsche sind eiskalt.
6,) in deutschland hat es eine mauer nie gegeben.
7.) das deutsche staatssymbol ist noch immer das hakrenkreuz.

stimmt nicht?

dann erzählt das mal einem mexikaner.
es ist ja wirklich nicht so, dass jeder so ist.
aber punkt 1 - 5 wurde uns vom sprachzentrenleiter unserer uni erzählt, während er einen vortrag über kuturelle ebenen und unterschiede gehalten hat und punkt 6 und 7 habe ich live erlebt, als wir hier einen internationalen tag hatten, an dem jeder international student mit seinen "landsleuten" an einem stand sein land repräsentieren sollte. ich weiß nicht mehr genau, wie oft die frage nach dem staatssymbol kam.... und auch nicht, wie oft auf ein bild mit der mauer gezeigt und gefragt wurde, was das denn sei....

an unserer uni sind wir eh out. total uncool. "naco", wie die mexikaner sagen. denn die "fresas", also die coolen, die haben alle einen apple, einen blackberry oder ein iphone, ein großes auto etc. - da wir soetwas nicht haben, sind wir schonmal von vornherein OUT!

ihr seht, unsere uni besticht durch eine reizende und vorallem sehr gastfreundliche und offene atmosphäre, mit unglaublich netten leuten. daher fühlen wir uns auch sehr wohl hier!

(wer spuren an ironie findet, darf sie gern behalten.)

immerhin: als wir gestern nach hause wollten, ist uns ein kleiner kolibri vor der nase rumgeflogen. das war süß.

Montag, 20. September 2010

Vamos a la Playa

Für ein verlängertes Wochenende gings diesmal von Mittwoch Nacht bis Sonntag Abend nach Manzanillo, einer kleinen Stadt am Meer.
Aber vorher wollten wir noch das große Bicentenario, also die 200 Jahre Jubiläumsfeier der Unabhängigkeit Mexicos feiern.
Also auf ins Zentrum, um de großen grito "Viva México"  zu hören. Das sollten, zumindest theoretisch, alle Mexikaner um 23 Uhr nach der Rede des mexikanischen Präsidenten mehrmals hintereinander rufen. Gespannt warteten wir auf diesen Ruf, eingeklemmt zwischen Millionen anderer Menschen. Leider kam kein Ruf, sondern nur ein eher mickriges Feuerwerk.


Also waren wir schon um viertel nach 12 wieder zuhause. Ein Abend, den wir uns doch etwas anders vorgestellt hatten...
Nun ja. Nachdem zuhause dann gepackt und noch ein Stündchen geschlafen wurde, machten sich Mittwoch auf Donnerstag Nacht ganze 17 Internationals (4 Österreicher, 3 Holländer, 6 Kanadier, 1 Amerikanerin und 3 Deutsche) auf den Weg. Morgens halb 6 ging unser Bus, 4 Stunden später kamen wir an.
Als wir aus dem Bus ausstiegen traf uns fast der Schlag, denn es war mehr als warm und die Luft unfassbar schwül.
Zunächst einmal gings auf ins Hostel, das sich als wahres Hippi-Domizil outete. Die Besitzer waren 2 kanadische Aussteiger, die den ganzen Tag eigentlich nur rumsaßen und nichts taten... naja, außer kiffen.
Das Hostel an sich war zwar relativ keimig, hatte dafür aber einen tollen Pool (der definitiv sauberer war, als das Zimmer) und einen richtig netten Innenhof.
Das Zimmer teilte ich mir mit 5 anderen Mädels und zur Krönung gab es keine Tür zum Bad. Dafür konnten 2 gleichzeitig duschen, denn in der Dusche gab es 2 Duschköpfe... und mal ehrlich, wer braucht schon Privatssphäre. Vorallem im Bad. Ich bitte euch.  Aber zum Schlafen reichte es.
Der Weg zum Strand war auch nicht weit, also verbrachten wir den kompletten Donnerstag am Strand, wobei sich die eine Kanadierin so dermaßen verbrannte, dass sie, bis es am Sonntag mit dem Bus zurück ging, die nächsten Tage im Zimmer verbringen musste.
Die mexikanische Sonne ist halt doch ein wenig anders, als die, die man bisher so kennt. Ebenso die Wellen: die waren so stark, dass wir am Donnerstag neben uns fast einen ertrinken sahen und am Freitag 2 von uns von den Lifeguards "gerettet" werden mussten, weil sie nicht mehr an den Strand zurück kamen, da die Wellen zu stark waren.
Freitag ging es wieder an den Strand und abends machten einige von uns eine Tour mit Pferd durch die Berge und am Strand entlang. Fotos davon folgen, die muss ich mir noch besorgen.
Samstag fuhren wir nach Barra de Navidad, ca. 1 Stunde von Manzanillo entfernt, an den Strand. Dort wollten wir eigentlich eine Bootstour zu einer Insel starten, doch irgendwann fing es einfach an zu regnen, sodass wir uns lieber in ein Restaurant setzten und "lecker" gegessen haben.
Als wir dann zurück in Manzanillo waren (halb erfroren - mexikanische Busse sind defitnitiv nichts für Weicheier), war der Regen mittlerweile so stark, dass wir wieder knöcheltief durchs Wasser auf den Straßen wateten. Im Hostel angekommen sprangen wir dann erstmal in den Pool, um uns aufzuwärmen. Nass war man ja eh.
Am Sonntag dann waren wir wieder am Strand und hatten es uns grad in Liegestühlen bequem gemacht, bis plötzlich solch ein starker Wind los ging, dass es uns fast wegwehte. Wieder sind wir in ein Restaurant geflüchtet, haben etwas gegessen, den mexikanischen Service genossen (haha) und dann gings eigentlich auch schon zurück ins Hostel, Sachen zusammen sammeln und zurück nach Guadalajara.
(Wieder in einem Bus mit gefühlten Minusgraden, untermalt von der unüberhörbaren Lautstärke des Films... Wie gesagt, Bus fahren in Mexico ist nichts für Weicheier. Und schon gar nichts für Frostbeulen wie mich.)


Ich am Meer (trotzdem natürlich bleibt die Karibik ungeschlagen... allein, weil man sich hier, auch wenn man nicht allein ist, sich doch einsam fühlt :o( du fehlst mir.)

Manzanillo I

Manzanillo II

Manzanillo III

Hippi-Hostel I
HHH - Hippi-Hostel-Hund "Buddy"

Hippi-Hostel II


"Besucher" im Hostel - u.a. hab ich dort auch den größten mutierten Schmetterling (oder vielleicht auch Falter, weil pechschwarz, meines Lebens gesehen... Ein Flügel muss ungefähr so groß gewesen sein, wie EINE meiner Hände. Unglaublich.)



 Reiten durch den Dschungel


auf dem Weg nach Barra de Navidad - nichts als grün, Palmen und ganz viele Bananenstauden

Barra de Navidad

Sonnenuntergang.
...nur alleine angucken ist plöt...


Reitbilder folgen die Tage!

Noch 85 Tage bis ich meine Füße auf indonesischen Boden setze und noch 82 Tage, bis ich hier losfliege!!!

Sonntag, 19. September 2010

Heute mal nur für einen einzigen, ganz besonderen Menschen...

Happy Birthday!


Auch, wenn ich heute leider nicht da bin, um mit dir feiern zu können, wünsch ich dir alles alles Liebe und einen wunderschönen Tag. 
Wir holen das alles nach.
Versprochen.
Mein Geschenk für heute: nur noch 82 Tage, bis ich hier losfliege und noch 85 Tage, bis ich bei dir bin.
Dein anderes Geschenk wartet in Bandung auf dich
...
und ein klitzekleines anderes in deinem Posteingang.

Ich liebe dich!



Sonntag, 5. September 2010

Vamos Chivas!

heute abend haben wir, svenja, axel, aljoscha, ich und einige mexikaner, die legendären chivas - das beliebteste fußballteam mexicos - spielen gesehen.

Hugo (Niederländer), Axel, Aljoscha und Svenja, Ich und Sherana (Holländerin) vor dem Spiel


Svenja und Ich im Stadion


um 18 uhr ging das spiel "chivas" gegen die "estudiantes" los.



ohne, dass ich viel ahnung vom fußball hätte - aber guter fußball ist was anderes.
insofern war das spiel als solches relativ bis komplett unspektakulär.
aber: wir sind in mexico.
irgendwas passiert immer.

wem auch immer ich letztens sagte, dass ich glaube, die regenzeit wäre vorbei: ich habe mich geirrt. und zwar definitiv.
schon am freitag mussten wir auf unserem weg nach hause, nach einem stromausfall in einem kleinen restaurant und unglaublich viel regen, bis zu den waden durch das wasser auf den straßen waten - so sehr hatte es hier geregnet.
und so natürlich auch heute.
es fing also auf einmal an zu regnen, wie man es aus deutschland einfach nicht kennt.
es war, als würde die welt untergehen. die berge, die man vorher noch im hintergrund des stadions gesehen hatte, verschwanden vollkommen im regen - es gab keinen himmel, keinen horizont, keine berge mehr - es gab nur noch regen. unglaublich.
die ränge, die nicht überdacht waren, leerten sich schnell - und wir freuten uns, dass wir einen überdachten platz hatten.
denkste. überdacht bedeutet nicht gleich trocken.
dank wind wurden auch wir gut nass. und das vorher so so sooo warme wetter schlug auch mal eben ganz schnell um. naja.

die halbzeit läuft hier auch ganz witzig ab. es gab ein maskottchen wettbewerb. alle maskottchen mussten einen parcours überwinden, von dem ich anfangs dachte, er wäre für eine hundeshow oder so.
war sehr witzig.

ansonsten... ah ja. mexikaner sind in wirklich jedem bereich ihres lebens mega laut. beim fußball nicht.
es gab einen rang, da war stimmung pur, der rest hat geschwiegen.
laut wurde es lediglich bei den toren, bei fouls und während des regens, als alle nass wurden. ach ja. und, wenn der torwart der gegnerischen mannschaft den ball von seinem tor abstößt. das wird begleitet von einem "uoooooooooooooooooh - putoooooooooooo".

am ende hat chivas aber 3:0 gewonnen (am großartigen können lags nicht - aber sagt das bloß keinem mexikaner!!!) und wir konnten uns auf den heimweg machen.
(ebenso, wie zigtausend andere menschen auch... es dauert also etwas, um von dem stadion wieder in die stadt zu kommen...)


Himmel vor dem Spiel

Stadion vor dem Spiel


Regen und Weltuntergang während des Spiels


noch mehr Regen - und leere Zuschauerränge währenddessen

dank großartiger mexikanischer ingenieurskunst regnete es auch irgendwann einfach durch die decke
(tats wirklich - auch wenn mans auf dem bild nur erahnen kann!)


es hat aufgehört zu regnen - und zack: man sieht wieder himmel, berge und einen horizont

endspielstand!