der día de los muertos ist so DAS mexicospezifische "fest" - an diesen tagen ehrt man die verstorbenen familienmitglieder und freunde. all das hat viel mit glauben, traditionen und symbolen zu tun. die gräber und friedhöfe werden festlich geschmückt, es werden altare aufgebaut und überall findet man die so genannten "catrinas" - skelettfiguren, typisch für mexico.
die gräber werden mit orangenen blumen verziert, die durch ihre farbe und ihrem duft den toten den weg zurück zur erde weisen sollen. auf den gräbern platzieren die familien essen, früchte, getränke usw., an denen sich die toten bedienen sollen, wenn sie nachts zurück zur erde kommen. bei den dekorationen gibt es viele unterschiede: zb bekommen nur verheiratete verstorbene ein "tor" aus blumen, durch dass sie zurück auf die erde kommen. alle unverheirateten, kinder etc. bekommen individuelle symbole. an dem einen grab haben wir zb aus blumen gebastelt ein fahrrad gesehen, weil der verstorbene eben gerne fahrrad fuhr, babys und kinder haben meist kinderkleidung, spielzeuge und babynahrung auf ihren gräbern, ihre blumensymbole waren flugzeuge, engel oder vögel.
nachts sah das ganze natürlich nochmal beeindruckender aus, denn da wurde der gesamte friedhof nur von kerzen erleuchtet. die familien halten totenwache und blieben zum teil den ganzen tag und die ganze nacht auf dem friedhof bei ihren familienangehörigen, damit sie da sind, wenn der verstorbene den weg zurück zur erde findet.
am ersten tag haben wir uns das kleine städtchen pátzcuaro angesehen. pátzcuaro liegt übrigens an einem see in dem viele verschiedene inseln liegen, auf denen ebenfalls viele zeremonien stattfinden. auf einer dieser inseln -urandén- waren wir sonntag abend zu einer heiligen messe. montag ging es dann auf eine andere kleine insel -janitzio- und anschließend nach -tzintzuntzan-, einer kleinen ortschaft, die scheinbar nur aus 2 friedhöfen zu bestehen scheint. diese waren unendlich schön geschmückt und die stimmung war einfach einmalig.-
abends haben sich dann auf dem friedhof die gesamten familien versammelt, mariachis haben musik gespielt und alle saßen beieinander.
es sind keine traurigen tage - es ist wirklich mehr ein ehren und gedenken an all die verstorbenen.
später am abend gings dann komplett durchgefroren und nass (seit wochen!!! haben wir mal wieder wolken und sogar regen erlebt) zurück nach guadalajara.
natürlich anders als geplant... denn theoretisch wollten wir von tzintzuntzan mit dem bus nach pátzcuaro zurück, von da nach morelia und von morelia nach guadalajara. allerdings kam kein bus und die straßen waren alle mit autos verstopft. letztendlich haben wir einen busfahrer gefunden, der gar nicht offiziell im dienst war, der nach morelio musste und uns spontan einfach mitgenommen hat. also hatten wir quasi uneren privaten fahrer für den weg nach morelia.
alles in allem war das wirklich einfach nur ein unfassbar beeindruckendes wochenende.
| pátzcuaro |
| der see |
| die "innenstadt" auf der insel janitzio |
| der friedhof auf janitzio |
| janitzio |
| geschmücktes grab in tzintzuntzan |
| geschmücktes grab II in tzintzuntzan |
| friedhof bei nacht I |
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| friedhof bei nacht II |

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