nachdem wir 10 stunden und somit eine ganze nacht, im bus verbracht hatten, erreichten wir mexico d.f. der erste shock, neben der größe natürlich, war die kälte. es war so kalt, dass keiner von uns auch nur im entferntesten darauf vorbereitet war... natürlich habe ich es mal wieder geschafft so richtig ins schwarze zu treffen und hatte im gegensatz zu den anderen (svenja, steffi aus österreich und annemieke aus den niederlanden) keine festen schuhe mit.
um also dem prototyp eines deutschen touristen alle ehre zu machen, habe ich die tage in mexico city mit sandalen und socken überbrückt, um meine zehen nicht ganz erfrieren zu lassen.
und auch abgesehen von den füßen war es wirklich kalt. da wir nicht genug dabei hatten, mussten wir uns notgedrungen etwas warmes kaufen, was uns am ende so aussehen ließ:
so war es zumindest halbwegs aushaltbar.vom busbahnhof ging es dann mit dem taxi ins zentrum zu unserem hostel. die fahrt dahin war ein hammer - teilweise bekommt man da echt angst. mal ganz davon ab, dass sowas wie fahrspuren, überholen nur links etc. hier eh keine rolle spielen, sind die straßen mexico city´s einfach mal nur voll und chaotisch. in einer 4/5/6 spurigen straße (je nachdem, wieviel autos halt grad mal nebeneinander fahren) kommt einem halt auch gerne einfach mal ein bus entgegen der fahrtrichtung angerast. heile angekommen sind wir trotzdem und dann ging es auch direkt gleich weiter. wir buchten eine stadtrundfahrt für 2 tage - für den donnerstag gings in den norden, freitag sollte es dann in den süden gehen. stadtrundfahrten auf mexikanisch sind nicht so das richtige haben wir festgestellt, denn es wird gern überall einfach so gehalten (zb wenn eine ganze schulklasse mal aufs klo muss) und auch der audioguide erzählte einem von dingen, die rechts und links zu sehen sein sollten - es aber nicht waren. auf der rückfahrt ging es dann für uns auf den torre mayor, das höchste gebäude lateinamerikas, um mal das ganze ausmaß der stadt zu sehen.
und bei nacht:
am nächsten morgen dann wollten wir die südtour mit der stadtrundfahrt machen... also warteten wir an angegebener haltestelle auf den bus - der leider nicht kam. nachdem wir uns mit ein paar mexikanern ausgetauscht hatten, die schon über 1,5 stunden warteten und sich auch das versprechen eines anderen busfahrers, der bus würde in einer halben stunde da sein, sich nicht erfüllte, machten wir uns auf den weg zur ubahn um selber in den süden zu fahren. dabei trafen wir noch auf einen deutschen, der ebenfalls vergeblich auf den bus wartete und sich uns einfach anschloss. wie sich heraus stellte arbeitet er für die botschaft nicaraguas in wien. verrückt, was man alles so für menschen trifft.
somit befanden wir uns im stadtteil "coyoácan", der teil der stadt, der nach der ankunft der spanier zur hauptstadt mexico city´s wurde. nach dem museum waren wir alle hungrig und daher ging es auf einen markt essen.
ich habe in mexico noch nie so lecker auf der straße gegessen, wie in mexico d.f.
mal eine kleine auswahl:
| frühstück auf der straße: taco mit rührei und kartoffeln |
| straßenstand im zentrum |
| ein "sabroso" - ein brötchen mit gemüse und einer superleckeren, mexico city typischen hühnerfleisch mischung gefüllt. |
| tortillas aus "blauem" mais - gefüllt mit kartoffeln und der hühnerfleisch mischung. super lecker! |
am nächsten morgen ging es für uns morgens in den palacio nacional. das ist nach wie vor der sitz der mexikanischen regierung. und zum anlass der 200 jährigen mexikanischen unabhängigkeit gab es eine ausstellung über die schritte bis zur unabhängigkeit.
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| zócalo - hauptplatz in mexico city mit palacio nacional |
| katedrale - auch am zócalo - direkt dahinter war unser hostel |
nach der ganzen kultur dann ging es für uns auf in den stadtteil "xochimilco", um eine kleine bootstour zu machen. dort ist die stadt nämlich noch so, wie sie in der aztekenzeit war: als die azteken kamen, war mexico city an einem see, den sie durch aufschüttung von erde und einem kanalsystem, nach und nach verschwinden ließen. in xochimilco sieht man noch, wie die erde und grundstücke der häuser auf dem wasser "schwimmen" und nur per boot erreichbar sind.
leider war das ganze eine mega touriattraktion und es fuhren gefühlte millionen boote durch die kanäle. man konnte auf wunsch von anderen booten süßigkeiten, klamotten und essen und natürlich auch mariachimusik kaufen... total super. ich hab dann einfach mal die augen zugemacht und ein wenig schlaf nachgeholt :o)
| v.l.n.r.: ich (ohne socken), svenja, annemieke und steffi |
und dann hieß es auch schon abschied nehmen, von einer stadt, die ich mir komplett anders vorgestellt hatte. denn, außer dass man weiß und von oben sieht, dass die stadt groß, sehr groß!, ist, merkt man in den stadtvierteln wirklich gar nichts davon...
und noch immer gibt es so viel zu sehen dort.
ich will also unbedingt noch einmal hin! unbedingt!

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