... du fehlst ...

Dienstag, 21. Dezember 2010

Indonesia - here I am!!!


Nach scheinbar unendlichem Warten, Tage zählen und nochmals Warten, bin ich nun endlich da.
Nach 3 tagelanger Reise einmal um die halbe Welt reisen, zig Stunden im Flugzeug, vielen Turbulenzen, noch mehr Warten und mit einer immer größer werdenden Aufregung im Bauch, konnte ich letzten Dienstag um ca. 21 Uhr abends endlich Lars in die Arme fallen. Wie schön man es sich auch immer ausgemalt haben mag: in der Realität war es noch viel viel viel viel schöner.
Vom Flughafen in Jakarta aus ging es dann mit dem Bus nach Bandung in unser neues gemeinsames Zuhause.
Ein irres Gefühl - nach 5 Monaten, 13 Stunden Zeitunterschied und täglichen Skypegesprächen war man nun endlich wieder beisammen. Die ersten Stunden konnte ich all das noch überhaupt nicht fassen... Es war einfach viel zu schön um wahr zu sein.
Mittwoch dann ging es mit unserem Moped das erste Mal ein klein wenig durch Bandung.



Erster Eindruck: Indonesien ist mega chaotisch, die Straßen sind der Horror (Schlagloch an Schlagloch) und der Verkehr ist unfassbar... Aber es ist warm, das Essen schmeckt super und die Leute sind nett und freundlich, auch wenn man als Buleh (also als Weißer) eigentlich die ganze Zeit nur angestarrt wird. Aber dazu mehr.

Damit mir nicht langweilig wird, dachte Lars sich, er setzt mich Donnerstag, also nach nur einem Tag hier in Bandung, direkt wieder ins Flugzeug. So ging es am Donnerstag auf nach Yogya zu Kolja, Sandy, Lyn, Leo und Sophia. Fliegen hier ist eine witzige Sache - die Sicherheitsüberprüfungen entsprechen halt nicht ganz so den westlichen Standards. Unser Gepäck wurde zwar durchleuchtet, allerdings hatte der Mensch hinter dem Bildschirm andere, wichtigere, Sachen zu tun - SMS schreiben zum Beispiel.
Trotzdem sind wir sicher in Yogya angekommen, wo dann am Abend schon das nächste Highlight wartete: Es ging zum Konzert einer in Indo relativ bekannten Band. Allerdings ging es da nicht einfach so hin, nein nein, zuerst ging es zu den Bandmitgliedern ins Hotel und später mit Manager halb auf, halb hinter die Bühne.

Am Samstag habe ich Lars und Kolja zu ein wenig Kultur gezwungen. Morgens ging es los zum Kraton, der Sultanspalast, in Yogya, anschließend zum Water Castle und später am Nachmittag dann auf nach Prembanan, der größten hinduistischen Tempelanlage in ganz Indonesien.

im Kraton


indonesisches, traditionelles Schattenspiel


ich vorm Swimmingpool des Sultans


Lars und ich in einem Becak


Sich all das anzuschauen war echt schön - wenn auch wirklich anstrengend. Nicht, weil Kultur nicht schon anstrengend genug wäre... Als Buleh ist man hier das Objekt der Begierde schlechthin. Andauernd kommen die Indos an "Mister, Mister - Foto Foto!!!" und dann geht die Fotografiererei los. Irre. Sowas habe ich noch nie erlebt.




3 Bulehs und gefühlte 100 indonesische Schulkinder - irre!!!

Im Prembanan hatten wir uns eine Führung gegönnt - ohne unseren Guide wären wir wahrscheinlich gar nicht bei den Tempeln angekommen, so sehr haben die Indos uns belagert.

Kolja, Ich und Lars











Am Sonntag morgen dann ging es zurück nach Bandung (Jippi, endlich mal wieder fliegen!!!) und Abends dann zum nächsten Konzert. Natürlich Backstage ;o). An so ein Leben als Buleh kann man sich echt gewöhnen!

Also, ihr seht - es geht uns blendend, von Weihnachtsstimmung ist nach wie vor keine Spur, wobei das bei 30 Grad auch wirklich schwer fällt, und wir genießen einfach nur, dass wir endlich wieder zusammen sind.
Das Leben kann so schön sein!!!

1 Kommentar:

  1. Das klingt alles soooo super! Ich freu mich für euch!
    Kussis aus NY!
    Cindy

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