... du fehlst ...

Dienstag, 28. Dezember 2010

Weihnachten mal anders

Weihnachten mal anders... Unter diesem Motto stand unser Weihnachten dieses Jahr. Am 24. Haben wir es uns gut gehen lassen und nicht viel gemacht – geschlafen, in den Zoo gegangen und ein paar Weihnachtsfilme geschaut. Für den 25. waren wir am Nachmittag zu einer traditionellen indonesischen Verlobungsfeier eingeladen. Gemäß des indonesischen „Jam Karet“ (=Gummizeit) ging das alles ein wenig später los und so haben wir uns die Zeit mit Essen und Warten vertrieben. Wenn man eines hier lernt, dann ist es Warten. Ich meine sogar noch ein wenig mehr, als in Mexico.
Als es dann tatsächlich irgendwann mal los ging, sind die Gäste + der Verlobte durch die Straßen zum Haus der Verlobten gezogen, wo dann eine lange, lange, lange, lange Rede gehalten wurde, bei der wir zwar nichts verstanden haben, aber immerhin namentlich erwähnt wurden. Seine Verlobung mit so ein paar Bulehs zu schmücken, ist ja auch was ganz Besonderes. Nach Essen und vielem Hände schütteln war der ganze Spaß aber auch schon wieder vorbei.
Für den 26. hatten wir uns ein Auto gemietet und haben uns am späten Nachmittag auf den Weg nach Sukabumi zum Rafting gemacht. Ungefähr 130 km lagen zwischen uns. Dank dem indonesischen Verkehr haben wir für diese Strecke sage und schreibe 9 Stunden gebraucht, allein die ersten 15 km dauerten 2,5 Stunden, da wir nur im Stau standen. Auf dem Rückweg haben wir für die gleiche Strecke 12 Minuten benötigt.... Der Verkehr hier ist einfach nur irre. Auf dem Autobahnzubringer und der Autobahn selber war das reinste Chaos, aus 2 Spuren wurden 4, manchmal 5 Spuren gemacht, es wird überholt und gedrängelt, wo es nur irgendwie geht. Irre eben.
Nach 15 km konnten wir die Chaosautobahn verlassen und uns auf die indonesischen Land“straßen“ wagen, die größtenteils eher an Buckelpisten und Schlaglochparadiese erinnerten. Nach einer gefühlt endlosen Fahrt kamen wir aber tatsächlich in der Nacht und strömenden Regen um halb 2 in unserer Bleibe an. Zu 6. hatten wir ein absolut geniales Bambushäuschen, direkt am Fluss gelegen, mitten im Dschungel. Obwohl es schon so spät war, gab es noch einen super leckeren verspäteten „Mitternachtssnack“ und danach ging es ins Bett. 




Nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging es dann gegen 11 auf zum Rafting. Ausgestattet mit Schwimmweste, Helm und Paddel ging es mit einem Pickup durch die Wildnis, bis wir aussteigen mussten und entlang von Reisfeldern und Büffeln zum Fluss rutschten. Leider hatten wir keine Camera mit....
Tja, dann hieß es auf ins Boot und rein ins Wasser. 1,5 – 2h ging es über den Fluss, mitten durch den Dschungel. Echsen haben wir gesehen und an der einen Stelle sogar eine riesige Wasserschlange. Unsere „Aufpasser“ meinten dazu „Um die Schlagen kümmern sich die Krokodile“... Man gut, dass es ein paar Minuten weiter Flussabwärts hinein INS Wasser ging.
Viel zu schnell war die Fahrt dann zu Ende. Fazit: Unbedingt machen!!!! Es war super genial!




Nach einem leckeren Mittagessen (ihr seht, wir sind hier quasi nur am Essen...) ging es dann mit unserem Wagen noch an den indischen Ozean. Zwar war es schön mal wieder das Meer zu sehen, aber durch den ganzen Müll der am Strand rum lag und auch im Wasser schwamm, war uns die Lust auf näheren Kontakt mit Wasser schnell vergangen. Windig und kühl (25 Grad kann man schon auch mal als kühl bezeichnen!!! Ätsch!) war es außerdem. 






Also machten wir uns relativ schnell auf den Heimweg nach Bandung, wo wir dieses Mal nach 5 Stunden Fahrt und vielen unfassbar chaotischen Auto- und Mopedbegegnungen ankamen.
Heute dann haben Lars und ich uns am Mittag auf den Weg zum Kawah Putih, einem Vulkan ca. 50 km entfernt von Bandung, gemacht. Nach einer etwas längeren Regenpause ging es immer weiter vorbei an Reisfeldern und die Berge hinauf in Richtung des Vulkans. Dank indonesischer Beschilderung, die jetzt auch nicht so wahnsinnig gut ist, haben wir es geschafft, 2 mal am Vulkan vorbeizufahren, bis wir ihn endlich, dank Nachfrage, gefunden haben. Hinauf ging es dann nochmal knapp 6 km, mit einem immer ängstlicherem Blick auf die Tankanzeige – denn das Benzin war quasi alle. Das 2 mal Verfahren war halt nicht eingeplant... Da wir, wie eigentlich immer, etwas spät dran waren, war der Krater komplett mit Wolken behangen und es war arschkalt. So hatte ich also doch nochmal kalte Füße in diesem „Winter“. Da es (mir) einfach zu kalt war, haben wir uns relativ schnell wieder auf den Rückweg gemacht. Gut, dass es nur bergab ging, sonst hätten wir wohl den Roller zur nächsten Tanke schieben müssen... Da wir ihn aber hauptsächlich rollen lassen konnten, kamen wir gerade noch rechtzeitig mit dem letzten Tropfen Sprit an einer Tankstelle an und konnten uns auf den Heimweg machen.






Morgen muss Lars eine Klausur schreiben und am Nachmittag geht’s wohl zur Massage – also ein ruhiges Programm, da ich seit gestern ein wenig angeschlagen bin und ein wenig durchhänge.
Am 30. geht es morgens nach Jakarta, wo wir uns, wenn alles gut geht, mit Hannah und Kolja zum Frühstücken treffen. Die Beiden fliegen dann weiter nach Australien und wir bleiben über Silvester in Jakarta.
Daher auf diesem Wege mal an alle, die wir nicht mehr hören sollten:

 Guten Rutsch und ein Frohes Neues Jahr!

1 Kommentar:

  1. Ihr Glücklichen! Danke für die wunderschönen Reiseberichte. Fast beneide ich euch! Genießt die wundervolle, unwiederbringliche Zeit.
    Lieben Gruß
    M.

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