... du fehlst ...

Mittwoch, 12. Januar 2011

Wir sind dann mal weg...

Tschüss ihr Lieben!

Hier nochmal zum Nachverfolgen unsere Reiseroute, Updates erfolgen, sobald Zeit, ein Computer, Internet und Lust da ist ;o)


Bandung – Kuala Lumpur            13.01.2011
Kuala Lumpur – Vientiane           18.01.2011
Vientiane – Bangkok
                Vientiane 18.01.
                Vientiane – Pakse           (Bus)                    18.01. nachts
                Pakse – Bangkok           (Bus/Zug)              23./24.01.2011
Bangkok – Hongkong                    30.01.2011
Hongkong – Manila                        04.02.2011
                Manila-Cebu                     05.02.2011
                Cebu-Manila                     11.02.2011
Manila – Jakarta                              11.02.2011
Jakarta – Bali                                  11.-20.02.2011



Montag, 10. Januar 2011

Der kleine Urlaub vorm großen Urlaub

Am letzten Donnerstag ging es auf in den kleinen Urlaub vor dem großen Urlaub.
Morgens um viertel vor 7 saßen wir im Bus nach Pangandaran, im Süden von Indonesien, am Indischen Ozean. 


6 Stunden Fahrt standen uns bevor  (für nur 230 km!!!) – und beim Anblick des Busses war ich mir nicht ganz sicher, ob wir a) jemals ankommen würden, wie wir b) die Fahrt überstehen sollten und c) ob unser Rucksack mit uns gemeinsam das Ziel erreichen oder, im wahrsten Sinne des Wortes, auf der Strecke bleiben würde. Der steckte nämlich in der „Gepäckklappe“ unten im Bus – allerdings konnte man weder die Klappe abschließen, noch sah der Boden so aus, als würde er die nächsten paar Minuten überstehen. Nun, im Nachhinein kann man sagen: Ja, wir sind angekommen. Sogar mit Rucksack. Die Fahrt war zwar lang und extrem warm, da die Klimaanlage im extra teureren Klimaanlagenbus nicht funktionierte und Platz hat man auch nicht viel, denn so ein Durchschnittsbussitzplatz auf indonesischer Art ist mit der Durchschnittsgröße eines europäischen Hinterns definitiv nicht kompatibel, aber wir sind heile angekommen. Was wir allerdings noch lernen sollten: Schlimmer geht immer. Aber dazu später mehr.
Nach 6 Stunden also kamen wir in Pangandaran an, von wo aus es direkt mit einem kleinen und übervollem Bus nach Ciajulang ging, wo wir ein Ojek (quasi eine Mitfahrgelegenheit  auf einem Motorroller) nach Batu Karas nahmen. 

Ojekfahren
Über eine Bambusbrücke...

...und vorbei an viel Grün und viel Wasser kamen wir in einem kleinen, verträumten Strandort direkt am Meer an. Nach einer kleinen Weile fanden wir dann auch eine gemütliche Unterkunft, von der wir in ca. 2 Minuten Fußweg direkt am Strand standen. So verbrachten wir den restlichen Tag am Strand, auf unserer kleinen Terrasse und  einfach mal mit Nichtstun – und um 21 Uhr lagen wir dann auch schon im Bett.

Ich im "Sexy" Badeoutfit - mehr Haut zeigen ist in Indonesien am Strand und beim Baden nicht drin....




Nachwehen vom Tsunami 2006



Freitag dann haben wir uns am Nachmittag einen Motorroller gemietet und eine kleine Tour durch die nähere Umgebung gestartet. 




Als wir zurückkamen sprach uns ein Pärchen (er aus Südafrika, sie ursprünglich aus Deutschland) an, die ein paar Bungalows neben uns wohnten und so verbrachten wir den restlichen Abend mit ihnen. Abendessen gab es in einem kleinen Seafood Restaurant, wo wir uns den Fisch, die Shrimps/Garnelen und Tintenfische (und was auch immer da noch so rumlag) selber raussuchen konnten. Den Fisch haben wir Charly getauft – lecker war er!


Am Samstagmorgen setzten wir uns dann wieder in den Bus von Ciajulang nach Pangandaran, um dort den nächsten Tag zu verbringen. Pangandaran gilt als der Strandurlaubsort schlechthin und ist somit relativ touristisch. Trotzdem findet man ruhige und schöne Ecken, viele nette Menschen und Zeit zum Entspannen, das richtige Entspannungsprogramm bekommt man allerdings eher in Batu Karas, denn da ist gar nichts los und außer am Strand sein und Surfen, kann man dort nicht viel anstellen. Es gibt noch nicht einmal einen Supermarkt, geschweige denn einen Geldautomaten.

Ein günstiges Zimmer in Pangandaran fanden wir schließlich im Haus einer indonesischen Familie, deren Kinder schwer begeistert von uns 2 Bulehs waren.  Also warfen wir unseren Rucksack ab, rissen uns von den Kiddies los und ab ging es an den Strand und in den Nationalpark Pangandaran, wo wir, vorbei an Affen, Rehen, einem Komodo und anderem Getier, durch den Urwald gekraxelt sind und am Ende wieder am Strand landeten. Durch den strömenden Regen ging es dann zurück und in die Stadt zum Abendessen.










Sonntagmorgen gab es dann Frühstück an einer Strandhütte und anschließend ging es mit 2 Boogieboards ab ins Wasser und in die Wellen, bis wir am Nachmittag dann zurück mussten, womit der ungemütliche und ganz und gar nicht entspannte Teil der Reise begann. 



Als der Bus ankam, stürmten (und wenn ich schreibe „stürmten“, dann meine ich „stürmten“!) die Indos zum Bus und Lars warnte mich schon vor, ich solle uns beiden einen Platz ergattern und dabei notfalls auch die Ellenbogen einsetzen. Tja, ich habs versucht – nur waren die Indos schneller, besonders die Kinder schmissen sich, kaum im Bus angekommen, schon auf irgendwelche Sitzplätze, sodass am Ende nichts mehr frei war. Super. Und nun? Dann kam von vorn, aus Richtung des Busfahrers eine Stimme „Miss, Mister!“ und es wurde wie wild auf irgendwas gezeigt. Gut, scheinbar doch noch 2 Plätze frei. Da hatten sie von irgendwoher eine Sitzfläche aus Leder organisiert, die auf den Mittelgang direkt neben dem Fahrersitz gelegt wurde. Derjenige, der von uns beiden direkt neben dem Fahrer saß, hatte somit den Schalthebel zwischen den Beinen, der andere saß verloren in der Mitte, ohne jeglichen Halt. An Schlafen war also nicht wirklich zu denken. 


Glücklicherweise hatten wir nicht nur die bequemsten Sitze der Welt, wir hatten auch den wahrscheinlich vorsichtigsten und langsamsten Busfahrer ganz Indonesiens abbekommen, sodass die Fahrt nicht „nur“ 6 Stunden, sondern ganze 8 Stunden dauerte. Die wahrscheinlich anstrengendste Busfahrt unseres Lebens.






Dienstag, 4. Januar 2011

Happy New Year

Happy New Year ihr Lieben!

Wir haben uns am 30.12.2010 auf den Weg nach Jakarta gemacht, um das neue Jahr dort einzuläuten. Gesagt getan, ging es morgens um 7 Uhr mit einem Minibus los nach Jakarta zum Flughafen, wo wir uns am Airporthotel mit Hannah und Kolja getroffen haben. Eine kleine ISGM Reunion also. Nach einem kleinen Frühstück haben wir die beiden noch zum Flughafen gebracht, denn für sie ging es direkt weiter nach Australien.
Nach einem kurzen "Auf Wiedersehen" (denn wahrscheinlich sehen wir uns auf Bali noch einmal wieder), machten Lars und ich uns auf ins Zentrum. Da Silvester irgendwie ja doch etwas besonderes ist, haben wir uns auch gleich ein wenig Dekadenz gegönnt und uns in ein Hotel eingecheckt. Mit großem King Size Bett, einer dauerwarmen Dusche, einem Waschbecken im Badezimmer (was für ein Luxus!!!) und einer Klimaanlage. Ah, und einem Pool!

Am nächsten Tag ging es nach Kota, dem Touriviertel von Jakarta und an den alten Hafen.
Ganz objektiv gesehen hat Jakarta nicht viel.... außer: Armut, Müll, Wärme und unendlich viel Verkehr. Es ist wirklich unglaublich, was in dieser Stadt los ist... Verrückt. Stau, Stau, Stau - Auto an Auto und überall sind die Motorroller, die den Verkehr noch chaotischer machen, als er so schon ist. Ich könnte schwören, dass es mehr Roller als Autos in dieser Stadt gibt... Und es gibt Müll. Müll über Müll. Die Indos haben echt ein ernstes Müllproblem und sind sich dessen überhaupt nicht bewusst.... Furchtbar. Armutstechnisch wars in Jakarta auch krass. Wir sind mit dem Zug ins Zentrum und zurück gefahren und entlang der Bahngleise wohnen in Pappkarton und Wellblechkonstruktionen Menschen. Es war wirklich... Schockierend.
Und, ich hätte es wirklich nicht gedacht, trotzdem wir in der HAUPTSTADT! gewesen sind, wurden wir sokrass angestarrt, wie noch niemals zuvor. Irre. Einfach nur Irre.

Lars vor "Suhartos letzter Erektion" - dem Wahrzeichen von Jakarta



Jakarta am Abend - total schön waren die Drachen, die die Kinder in die Lüfte steigen ließen


Jakartas alter Hafen

seht ihr links diesen kleinen mit Plasteplanen überspannten Stand? Da gabs unser Mittagessen!


Und da ist es: Mittagessen! Reis, Hühnchen, scharfe Paste! Und das Beste:  Essen mit den Fingern! Super!


Kota - ein Museum. Allerdings geschlossen.

Ich und eine Kanone. Ob das die berühmte Kanone von den Holländern ist, wissen wir nicht genau.... Denn angeblich steht iiiiiirgendwo eine berühmte Kanone rum. Nur, wie schon mal angemerkt, mit Hinweisschildern etc. haben die Indos es nicht so...




Bevor es am Abend dann aufging, um Silvester zu feiern, haben wir uns noch eine kleine Entspannungspause am Pool gegönnt ;o) Man hats ja und man kanns ja!
Irgendwie ist es schon cool, am 31.12. in Badesachen durch die Gegend laufen zu können (unter freiem Himmel) und sich im Pool abzukühlen. Wobei das Wetter natürlich, wie schon zu Weihnachten, nicht unbedingt zur richtigen Silvesterstimmung beigetragen hat.

Der Hotelpool + Lars + Ich am 31.12.



Auf alle Fälle ging es dann, mit Millionen Indonesier auf ins Zentrum, wo wir erst ein wenig verloren in der Masse standen und dann um halb 12 in einem Club landeten, von dessen Terasse wir einen unfassbar genialen Blick auf die riesen Menschenmasse unter uns hatten. Eine große Kreuzung, Millionen Menschen - und der Verkehr geht mitten durch. Feuerwerke wurden aus der Menge abgeschossen - nichts mit organisiertem Event oder so. Hoch lebe die indonesische Improvisation ;o)
Nachdem der Club doch sehr schnell unser Budget überstiegen hatte (18 Euro!!! für 2 Bier, ist halt doch ein wenig happig...) machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel. Es war also ein ganz entspanntes Silvester.
Am 1. haben wir es uns einfach nur richtig gut gehen lassen und das Hotel in vollen Zügen genossen: lang geschlafen, Klimaanlage an, Pool - entspannen einfach.
Und am 2.1. gings dann auch schon wieder zurück nach Bandung, da Lars diese Woche 3 Prüfungen vor sich hat (hatte).

Morgen machen wir uns auf den Weg an den Strand, nach Pangandaran, in den Süden von Indonesien.

Also ihr Lieben - einen lieben Gruß aus der Ferne!