Nun bin ich wieder in Mexico und habe die schwere Aufgabe vor mir, all das Gesehene und Erlebte in Worte zu fassen... Zu allererst einmal: Es war wunderschön. Wunderwunderwunderschön. Obwohl ich mich persönlich ja nie nie nie für Asien interessiert habe, bin ich von diesem Teil der Erde hin und weg und schwer begeistert. Es war großartig. Jedes Land ist einfach nur wunderschön, es gibt so viele Dinge zu sehen und die Menschen sind einfach nur unendlich freundlich.
Danke mein Schatz für diese wunderschöne Zeit. Es war einfach... unbeschreiblich und unendlich schön und ich habe die Zeit so so sehr genossen.
Lass uns hoffen, dass die nächsten ca. 4 Monate schnell vorüber gehen und wir das neue Abenteuer Lateinamerika gemeinsam starten können.
Ich liebe dich!
Aber ganz von Anfang an:
Malaysia - 13.1.-18.1.2011
Am 13.1. ging es von Bandung aus nach Kuala Lumpur. In Bandung am Flughafen musste ich ersteinmal noch 200.000 Rupiah Strafe bezahlen, da Lars und ich nicht vernünftig bis 30 zählen konnten, und ich somit mein Visum um genau einen Tag überschritten hatte...
In Kuala Lumpur angekommen, ging es direkt weiter zum nächsten Busbahnhof, denn zunächst einmal wollten wir noch eine andere Stadt kennen lernen. So machten wir uns am Abend auf nach Melaka, eine kleine Stadt 3 h von KL entfernt. Dort angekommen standen wir, wie in den folgenden Wochen noch oft, vor dem großen Problem der Hostelsuche, denn es war schon spät und alles voll. Somit landeten wir am Ende in einem chinesischen Hotel in einem 20 Bett Schlafraum. Verglichen mit anderen Hostels, die später noch folgen sollten, war das allerdings definitiv nicht das Schlechteste!
Am folgenden Tag haben wir uns die Stadt angeschaut, die an sich zwar ganz nett ist, aber in einem Tag auch fertig angeguckt ist.
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| Melaka = "die rote Stadt" |
Am 15.1. ging es dann auch schon zurück nach Kuala Lumpur, wo wir tagsüber einfach nur durch die Gegend gebummelt sind und Abends an den Petronas Towers landeten. Die Teile sind riesig und sehen richtig genial aus, ein wenig so, wie in einem Computerspiel oder so. Leider muss man sagen, dass Kuala Lumpur an Sehenswürdigkeiten nicht so wirklich viel zu bieten hat - allerdings ist die Stadt an sich wirklich cool. Es gibt ein funktionierendes Nahverkehrsnetz (ein Traum nach Indonesien!), viele Menschen, viel Verkehr und unendlich viele Malls. Manchmal fragt man sich, was die Asiaten so gemacht haben, bevor sie die Malls erfunden haben... In der größten Mall Kuala Lumpurs gibt es IN dem Gebäude drinnen neben ungefähr einer Trilliarde Geschäften, 2 Kinos und riesigen Foodcourts auch noch einen Vergnügungspark. Mit Achterbahn, die durch den einen teil der Mall hindurch gebaut ist. Irre.
Am 16.1. sind wir dem Stadtgetümmel entflohen und haben uns die "grüne Oase" Kuala Lumpurs verzogen. Eine Parkanlage inmitten der Stadt - allerdings merkt man überhaupt nicht, dass man noch in einer Millionenmetropole ist. Ganz verrückt. Dort gibt es einen riesen Vogelpark, einen Schmetterlingspark, Blumengärten usw.
Am 17.1. haben wir das getan, was die Asiaten am Liebsten tun: wir waren Shoppen und haben die Zeit größtenteils in Malls und in Chinatown verbracht. Die tollste Errungenschaft war am Ende eine Sackhose für mich - eine Hose, wie ich sie nie haben wollte. Allerdings stand im Lonelyplanet, man bräuchte sowas für Laos, unserem nächstem Reiseziel. Nun bin also auch ich stolzer Besitzer einer solch großartigen Hose.
Am 18.1. dann ging es früh morgens um 4.30Uhr auf zum Flughafen, denn um 8 Uhr sollte unser Flieger nach Laos starten. SOLLTE. Leider hat Airasia es verpasst uns Bescheid zu geben, dass sich die Abflugzeit auf 13 Uhr verschoben hat. Somit durften wir sage und schreibe 6,5h im arschkalten Flughafen verbringen, bis es endlich in den Flieger nach Laos ging.
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| Die größte Mall, die ich in meinem ganzen Leben gesehen habe. Ich glaube, dieses Bild habe ich aus der 13. Etage gemacht und es zeigt nur einen winzigen Teil vom Ganzen... |
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| Petronas Towers I |
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| Petronas Towers II |
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| mitten in Kuala Lumpur |
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| Little India |
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| Sackhose! |
Laos, 18.01.-23.01.2011
7 Stunden später als geplant sind wir also am 18.01. in Laos, Vientiane angekommen. Die Stadt ist so putzig, dass man sich überhaupt gar nicht so vorkommt, als würde man in einer Hauptstadt sein. Es gibt keinerlei große Häuser oder Straßen, nicht so viel Verkehr - es wirkt alles einfach nur sehr provinziell. Das einzige, was für uns überraschend war, war, dass es in der Stadt nur so vor weißen Menschen gewimmelt hat. So viele Weiße hatten wir Beide schon eine Weile nicht mehr gesehen. Deswegen entschlossen wir uns auch bereits am nächsten Tag weiter zu fahren. Am Abend saßen wir am Fluss Mekong und mit Blick auf Thailand haben wir es uns gut gehen lassen. Ein eigentlich trauriges, aber auch sehr interessantes Abendprogramm war es, den Sextourismus zu beobachten. Uralt weiße Männer, die sich die jungen Laotinnen geangelt haben...
Am 19. haben wir den Tag zunächst damit verbracht die Stadt anzuschauen - Tempel, Tempel, Tempel sag ich nur. Große Tempel, kleine Tempel, bunte Tempel, goldene Tempel... Witzig ist auch der "Arc de Trioumphe" mitten in Vientiane. Die Baustoffe haben die Amis gesponsort - allerdings waren die nicht für so einen Triumphding gedacht, sondern für den Ausbau einer neuen Rollbahn auf dem Flugplatz. Draus geworden ist das da:
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| Arc de Trioumph - gebaut aus amerikanischen Hilfsgütern ;o) |
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| Abendsonne am Mekong |
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| Tempel... |
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| ... und noch mehr Tempel |
Abends um 20.30Uhr dann ging es mit dem Nachtbus auf nach Pakse, in Richtung Süden von Laos. Der Nachtbus war super und ist echt empfehlenswert: es gibt keine Sitze in dem Bus, sondern es gibt kleine Betten, jeweils für 2 Leute eine Schlafkoje. Zwar sind die eher weniger für europäische Körpergrößen konstruiert, also mit lang ausstrecken war da nix, aber es war wirklich gemütlich. Nach 9,5 h Fahrt sind wir dann morgens um 6Uhr in Pakse angekommen. Auf der Suche nach einem Hotel haben wir uns direkt auch schon dafür entschieden, an einer Ganztagestour ins Bolavenplateau teilzunehmen. Kaum im Hotel angekommen, ging es um 8 Uhr also auch schon weiter auf den Trip in die Umgebung von Pakse.
Das Bolavenplateau ist eine Hochebene, in der vorallem Tee und Kaffee angebaut wird, es unendlich viele Wasserfälle gibt und noch so einige Ureinwohner wohnen.
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| Station 1: Teeplantage |
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| laotische Gelassenheit |
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| Das Bolavenplateau - beim Autofahren muss man höllisch auf herum laufende Hunde, Hühner, Katzen, Schweine und Kühe aufpassen, damit man sie nicht überfährt. Unserem Fahrer ist das ein mal nicht ganz so gut gelungen - wir haben nun ein Huhn auf dem Gewissen.... |
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| Station 2: Tat Hang |
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| Station 3: eine Kaffeeplantage - Lars in seinem Element: "Kaaaaaaaffeeeeeeeeeeee" |
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| Station 4: Tat Suong |
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Station 5: ein kleines Ureinwohnerdörfchen. Zur Feier von was auch immer wird diese Kuh + das noch zappelnde Hühnchen geopfert und später an alle Einwohner verteilt (bei dieser mickrigen Kuh fragte man sich allerdings, wie das denn aussehen soll.... Viel war an ihr nicht dran!)
Interessant ist, dass es in diesen Ureinwohnerdörfern noch Polygamie gibt. Eine Frau kostet 6 bis 15 Rinder... Je reicher also ein Mann, umso mehr Frauen hat er. Schwierig in diesen Dörfern ist außerdem die Integration zur "normalen" Welt - in den Dörfern wird kein laotisch, sondern ein anderer Dialekt gesprochen. Somit ist eine Kommunikation seeeehr schwierig. |
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| Station 6: Tat Lo |
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| Waschen auf Laotisch (oder allgemein auf Dorf-Asiatisch) |
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| Station 7: eine Webefrau |
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| Kinder im Kaffee :o) |
Am 21.1. ging es für uns dann morgens um halb 8 auch schon wieder weiter in Richtung Süden zu den 1000 Inseln im Mekong. Leider ist unser Bus kurz vor der Bootsanlegestelle kaputt gegangen (wobei wir vermuten, dass das Benzin alle war), sodass wir den Rest des Weges zu Fuß zurück legen mussten. Naja. Von der Bootsanlegestelle aus ging es dann mit einem Boot weiter auf unsere Insel Don Khon. Dort haben wir ein wunderschönes Hotel gefunden - Himmelbett, Terasse, Hängematten - herrlich. Da es auf der Insel so gut wie keinen Verkehr gibt, haben wir uns ein Fahrrad geliehen und sind am Nachmittag in einer Affenhitze zu einem Wasserfall und anschließend zum Mekong an den Strand gefahren. Während wir da so am Strand saßen, lag auf der anderen Flussseite (so ca. 15m entfernt) schon das nächste Land: Kambodscha. Total cool - man hätte also nur rüberschwimmen müssen. Gegen Abend sind wir dann mit einem Boot auf den Mekong gefahren, wo wir von einem Stein inmitten des Wassers aus, Irrawaddy Delfine beobachten konnten.
Am 22.1. sind wir mit dem Rad auf die Nachbarinseln Don Det gefahren. Leider war schon nach einigen Kilometern erstmal wieder Schluss, denn Lars Fahrradkette war gerissen. Also hieß es erstmal schieben, bzw war Lars am Fahren, während ich auf dem Gepäckträger saß und das kaputte Fahrrad am Lenker festgehalten und nebenher geschliffen habe. Eine sehr interessante Fortbewegungsart auf alle Fälle ;o) - insebsondere bei gefühlten 1000 Grad und auf einer Huckelpiste. Gegen Nachmittag und nach einer Stärkung in einer kleinen Bäckerei mit echten FRISCHEN Brötchen, ging es zurück auf "unsere" Insel, wo wir durch den Urwald zum alten französischen Hafen gefahren sind und den Blick auf den Mekong und Kambodscha genossen haben.
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| "Unsere Insel" Don Khon |
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| Bootfahren auf dem Mekong nach dem Delfine beobachten |
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| Fahrrad fahren auf Don Det, vorbei an Kühen und anderem Getier |
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| eine beckenförmige Ausdehnung im Mekong, wo die Delfine wohnen - links: Laos, rechts: Kambodscha |
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| abends am alten französischen Hafen |
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| Bilderbuch-Sonnenuntergang |
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| Don Khon |
Am 23.1. machten wir uns dann morgens auf den weiten Weg nach Thailand, Bangkok.
Traumhaft, sieht alles aus wie im Märchen. Ihr könnt euch sooo glücklich schätzen, das alles gesehen zu haben.
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