Am 23.1. haben wir uns von unserer wunderschönen Insel Don Khon verabschiedet und sind um 11 Uhr mit dem Boot 40 min aufs Festland gefahren. Von dort aus ging es um 12 Uhr weiter 2,5h nach Pakse, von wo aus wir um 15 Uhr den Bus nach Thailand genommen haben. Mit Bus I ging es über die Grenze nach Thailand, wo wir glücklicherweise noch genau 20.000 Kip für die Ausreisesteuer über hatten. (Aber auch nur 20.000 Kip und keinen Cent mehr ;o) - Reisen á la Claudi und Lars. Wir wussten das mit der Ausreisesteuer nämlich nicht!). In Ubon angekommen mussten wir dann umsteigen in den Bus, der uns dann tatsächlich nach Bangkok brachte. 11 Stunden Fahrt lagen vor uns - in einem Bus, in dem es nur Sitze gab, die man kaum nach hinten stellen konnte, der an so ziemlich jeder Ecke anhielt, um noch ein paar Fahrgäste aufzusammeln bzw. um mal eben ein Päuschen zu machen und in dem man so ziemlich jedes Schlagloch spürte... Um 6.30Uhr sind wir dann ziemlich fertig in Bangkok angekommen.
Von da aus ging es dann auch direkt weiter, denn bevor wir uns in die Großstadt wagen wollten, wollten wir zunächst in den Nationalpark Khao Yai in der Nähe der Stadt Pak Chong. Die Ticketkauferei erwies sich als relativ kompliziert, da unsere Thaikenntnisse, sagen wir mal, relativ begrenzt sind und die Leute am Bahnhof eigentlich kein Englisch sprechen konnten. Letztendlich fanden wir dann allerdings doch den richtigen Bus und machten uns auf die 3h lange Fahrt nach Pak Chong. Von da aus ging es dann mit einem Local Bus weiter in Richtung des Nationalparks, wo wir in einem Guesthouse unterkamen.
Ich brauchte dort erstmal eine Mütze Schlaf, während Lars seine Hausfrauenkünste unter Beweis gestellt und die Wäsche von Hand gewaschen hat.
Um 15 Uhr ging dann unsere erste Tour los. Zu allererst sind wir zu einer Quelle gefahren, in der wir in unendlich klarem (und kaltem) Wasser baden gehen konnten.
Der nächste Stop war dann an einem Buddhistentempel, wo wir durch eine Höhle getigert sind und Fledermäuse und gruselig große Spinnen gesehen haben.
Zum Abschluss ging es dann weiter hinaus aufs Land, wo wir den Start einer Fledermausjagd beobachten konnten. Wir standen auf einem Feld rings um einen Berg, aus dem aus einem Höhlenausgang heraus zum Sonnenuntergang Millionen von Fledermäusen herausgeflogen kamen. Das war echt beeindruckend und irgendwie auch gruselig - das waren einfach so unendlich viele Fledermäuse!!!
| unendlich großer Fledermausschwarm |
Zunächst ging es immer der Straße entlang, wobei wir auf coole Wegweiser und einige Schlangen, Affen und anderes Getier gestoßen sind.
| Nationalpark Khao Yai |
| "Beware Elephant Crossing" - gab es wahlweise auch mit "Beware Cobra Crossing" |
Nach einer Weile Fahrt durch den Urwald haben wir am Straßenrand angehalten und sind für 4 Stunden durch den Urwald gekrochen. Ziel dabei war es, die Gibbonaffen in freier Wildbahn zu entdecken. Zunächst jedoch machte uns unser Guide auf ein paar Löcher im Boden aufmerksam. Die waren mir vorher auch schon aufgefallen, allerdings dachte ich, naiv wie man manchmal nun mal eben ist, dass es sich dabei um Mäuselöcher oder so was in der Art handeln würde. Auf alle Fälle nahm er sich einen Stock und fing an in dem Loch herumzupuhlen, bis er den Stock auf einmal herausriss und ein riesiger Skorpion herausgeflogen kam. Wow. Er nahm sich das Viech dann auf die Hand und zeigte und erklärte einige Dinge über Skorpione. So weit so gut. Dann fing er an, der einen Australierin das Ding auf den Oberarm zu setzen. Dann war Lars dran. Und dann kam er mir damit gefährlich nahe... Ich meinte noch zu ihm, dass es mir reichen würde, das Viech aus der Ferne zu sehen - und plopp, da war es schon zu spät und ich hatte diesen Skorpion auf meinem Hals sitzen. AAAAAH! Ich glaube, ich habe noch nie ein so eigenartiges Gefühl gehabt, denn es fühlt sich echt schräg an, wenn sich dieser Skorpion auf der Haut bewegt. Aber vielleicht gehört das ja zu den Dingen, die man ein mal in seinem Leben gemacht haben sollte... Ich habs nun hinter mir und glaube, ich brauch es nicht nochmal. Also mein Schatz, Skorpione als Haustiere sind gestrichen!
| absolut gruselig!!! |
Nach diesem Erlebnis gabs mitten im Nichts eine kleine Stärkung und anschließend haben wir tatsächlich die Gibbonaffen und irgendwelche seltenen Vögel gesehen...
| Gibbons |
| ein echt cooler und seltener Vogel, dessen Name ich leider vergessen habe... |
Nach all dem Herumgekraxxel im Urwald ging es dann zur Erholung (mal wieder ;o)) an einen Wasserfall. Leider konnte man wegen den Blutegeln dort zu dieser Jahreszeit nicht Baden gehen...
Nach dem Stopp am Wasserfall ging dann das eigentliche Highlight los - die Elefantensuche. Leider verlief die Suche zunächst nicht so wirklich erfolgreich und wir hatten uns eigentlich schon damit abgefunden, keine Elefanten mehr zu finden. Kurz bevor wir aber aufgegeben wollten, versuchte unser Guide noch eine letzte Strecke, auf der zunächst auch keine Spur von einem Elefanten weit und breit zu sehen war. Also machten wir uns auf den Weg Richtung Guesthouse zurück, bis wir es auf einmal im Gebüsch laut rascheln und knacken hörten und tadaaaa: ein Elefant unseren Weg kreuzte.
So einen Elefanten in freier Wildbahn zu sehen war echt beeindruckend und einmalig. Total genial. Kurz, bevor es dann aus dem Nationalpark heraus ging, kam uns sogar noch ein zweiter Elefant entgegen. Es ist so irre, wenn man sieht, wie groß und stark die Tiere sind, und mit welch gleichzeitiger Gelassenheit die da so aus dem Dschungel herausgestapft kommen... Wahnsinn!
Am 26.1. dann machten wir uns morgens auf den Weg nach Bangkok, wozu mir erstmal nur eins einfällt: warm. Verdammt warm. Wir sind in der Stadt bei 40 Grad und mehr fast zerflossen - es war wirklich unfassbar heiß und fast hat man sich die kalten 20 Grad vom vorherigen Morgen zurück gewünscht, bei denen man so gefroren hatte... Wir haben uns dann im Backpackerviertel rund um die Khao San Road eingenistet, sind am Abend durch das bunte Treiben auf den Straßen gezogen und haben den Abend bei einem (oder auch 2...) Bier und einer Heuschrecke ausklingen lassen.
| bei dieser jungen Dame konnte man von Heuschrecken über Skorpione alles kaufen, was man normalerweise nie essen wollte... |
| Abendessen!!! |
Am 27.01. sind wir in die Bangkoker Shoppingwelt abgetaucht und haben die angenehmen Temperaturen in den Malls genossen. Am Abend waren wir dann im Kino - interessanterweise wird dabei vorm Film die thailändische Nationalhymne gespielt, zu der alle aufstehen und ganz ergriffen drein schauen... Echt schräg.
Am 28.01. war ein thailändischer Feiertag. Anlässlich dazu konnte man mit einigen Tuk Tuks für sehr wenig Geld eine halbe Stadtrundfahrt bekommen. Erstmal waren wir skeptisch und dachten schon, dass wir gerade auf eine Touriabzocke reinfallen, aber mutig wie wir sind, sind wir einfach mal mitgefahren und haben geschaut, was auf uns so zukommt. Es war allerdings tatsächlich so, dass es am Feiertag lag und keiner wollte uns was böses ;o)
So besuchten wir mal wieder ein paar Tempel, eine riesige Buddhastatue und beteten mit einem Mönch zu Buddha um Glück und Wohlergehen oder sowas. Naja, kann ja nicht schaden!
Als wir vom letzten Tempel zurück zum Tuk Tuk laufen wollten, mussten wir leider feststellen, dass uns unser Tuk Tuk Fahrer einfach hatte stehen lassen. Er tauchte auch nach einiger Zeit warten nicht wieder auf und somit ging es für uns zu Fuß weiter, wo wir dann an einem weiteren Tempel den Sonnenuntergang genossen haben.
Am 29.01., unserem letzten Tag in Bangkok, sind wir aus der Stadt heraus geflüchtet und haben uns früh morgens auf den Weg zum Floating Market in einer 2h entfernten Stadt gemacht. Der Floating Market ist, wie der Name schon sagt, ein schwimmender Markt und ein wahres Wirrwarr aus Kanälen und Brücken, auf dem aus Booten heraus alles mögliche verkauft wird.
Nachdem wir da ein mal durch sind, ging es für uns mit dem Boot noch ein wenig weiter aus der Stadt heraus, wo wir dann in einen Bus umgestiegen sind und uns auf den Weg zu einem buddhistischen Tigertempel gemacht haben. Dieser Tempel ist ein relativ neues Naturreservat, in dem Tiger aufgepäppelt und versorgt werden. Ganz schön cool, einem Tiger mal so nahe zu kommen. Was kann man sagen? Sie riechen ein wenig wie nasser Hund, fassen sich an wie eine etwas strubbelige Katze und sind ganz schön groß und eindrucksvoll!
| mal wieder ein Tempel und unendliche Hitze |
Hongkong, 30.01.-04.02.2011
In Hongkong hat uns erstmal der Schlag getroffen - es war Arschkalt!!! Von über 40 Grad in Thailand ging es auf 10-15 Grad in Hongkong. Brrr. Unser Hostel hatten wir in einer sehr interessanten Gegend. Es war ein riesengroßer Wohnkomplex über zig Etagen, in einer sehr interessanten Nachbarschaft... Sagen wir so, als wir eines Abends zurück kamen und noch eben im Supermarkt etwas zu trinken kaufen wollten, war die Straße um eben diesen Supermarkt (der sich unten in unserem Wohnkomplex befand) komplett gesperrt, Polizei und Krankenwagen waren da und der gesamte Bürgersteig war mit Blut und Glassplittern übersät. Da hatten sich wohl ein paar Leute in die Wolle bekommen und sich gegenseitig mit Bierflaschen ordentlich eins auf den Deckel gegeben...
Ansonsten ist Hongkong einfach nur eine riesige Ansammlung an großen, hohen Häusern und unzählbar vielen Malls und Shoppingmeilen. Auch hier wieder die Frage: Was hat man da gemacht, bevor es die Shoppingmalls gab?!
Hätte man einen großen Geldbeutel in Hongkong gehabt, hätte man das alles auch vielleicht mehr ausnutzen können - so mussten wir aber echt schauen, wie wirs machen, denn Hongkong war neben kalt vorallem eines: nämlich teuer.
Am 31.1. sind wir relativ planlos durch die Stadt gelaufen, haben uns den Tag über im Fake-Shoppingparadies vertrieben und sind am Abend am Perlfluss gelandet, wo wir die "Symphony of Lights" angeschaut haben - eine Lichtershow auf die Hochhäuser der Stadt. Ziemlich schön!
| Blick auf Hongkong Island von Kowloon Island aus |
| Symphony of Lights |
| Am Abend haben wir noch einen internationalen Supermarkt gefunden - es gab BECKS!, das gute Oettinger und für Lars, das erste Mal nach fast 7 Monaten Bretzeln! |
Am Abend ging es dann auch relativ schnell zurück ins Hostel - es war einfach zu kalt, um sich lang draußen aufzuhalten.
Am 1.2. sind wir dann mit der Fähre nach Hongong Island gefahren und haben diese Seite der Stadt mit einer richtig coolen, Old School Straßenbahn erkundet. Am Nachmittag ging es dann mit einer Standseilbahn auf den Peak von Hongkong, einen Berg, von dem aus man einen gigantischen Blick auf die ganze Stadt hat. Rings um diesen Peak gibt es eine der teuersten Wohngegenden der ganzen Welt - irre, wie man so wohnen kann, wenn man nur das nötige Kleingeld dazu hat.
| mit so einer Straßenbahn wie rechts im Bild gings durch Hongkong Island |
| Aussicht vom Peak |
| Hongkong bei Nacht |
Am 3.2. am Abend ging dann das Chinese New Year mit einer riesigen Parade los - Festumzugswagen, Tanz und Musikgruppen etc. waren auf den Straßen unterwegs.
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| Hongkong Soho mit der längsten Rolltreppe der Welt |
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| Chinese New Year |
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| Chinese New Year |
Abschließend kann man zu Hongkong echt sagen, dass die Stadt an sich wirklich cool ist, und man, wenn man zu denen mit mehr Geld gehört, da echt eine ganze Menge machen kann. Allerdings sind die Chinesen nicht so unsers gewesen - sehr ruppig und rammelig und ohne Rücksicht auf Verluste bahnen die sich ihren Weg durch die Massen...
Am 04.02. ging es für uns dann auch schon weiter - dieses Mal wieder in die Wärme auf die Philippinen!




Sehr, sehr cool. Mich hat Asien eigentlich auch nie interessiert, aber vielleicht sollt ich das nochmal ueberdenken.
AntwortenLöschenFreu mich schon auf die naechsten Teile! :-*