Am 04.02. ging es also morgens sehr zeitig nach Manila. Dort lief allerdings so ziemlich alles anders als geplant ;o)
Unser Hostel befand sich in einem Vorort von Manila, in Paranaque. Erstmal konnten wir unser Hostel nicht finden. Als wir dann nach langer Sucherei ankamen, mussten wir leider feststellen, dass unser Zimmer einmalig und erstklassig nach Dixiklo gestunken hat... Dann war der Plan nach Manila zu fahren und uns die Stadt anzuschauen. Leider haben wir wohl bei der Hostelbuchung unser Gehirn ausgeschaltet, denn wie sich herausstellte, war unser Hostel eine halbe Ewigkeit vom Centrum Manilas entfernt. Also haben wir den Plan verworfen und es uns auf der nicht stinkenden Terasse des Hostels gemütlich gemacht und das philippinische Bier genossen.
Am nächsten Tag gings auf zum Flughafen, wo mittags unser Flug auf die Insel Cebu gehen sollte. Leider hatte Philippine Airlines einen kompletten Computerabsturz, sodass erstmal gar nichts ging. Einchecken ging dann irgendwann, mehr chaotisch, als alles andere (mit handgeschriebenen Boardingpasses, ohne Sitzplatzzuweisung!), aber keiner konnte uns sagen, wann es denn tatsächlich losgehen würde. Geflogen sind wir dann 5 Stunden später als geplant und sind somit so spät in Cebu City angekommen, dass keine Busse mehr nach Moalboal fuhren. Da wir aber gern noch am gleichen Abend dort ankommen wollten, haben wir uns ganz dekadent ein Taxi für die 3 Stunden lange Fahrt genommen und sind somit tatsächlich doch noch am 05.02. in Moalboal, Panagsama Beach, angekommen. Der Ort war winzig klein und bestand eigentlich hauptsächlich aus Tauchschulen, ein paar Hotels, kleinen Restaurants und war umgeben von irre klarem Wasser. Fast, wie in der Karibik.
Am 06.02. haben wir uns auf gemacht, eine Tauchschule zu suchen. Fündig geworden sind wir im Cebu Dive Center mit unserem französischem Tauchlehrer Guillaume.
Am Nachmittag ging es dann direkt ins Wasser und auf zum ersten Tauchversuch.
Da ich bei den Skills und Übungen kläglich versagt habe, hat Guillaume diesen Teil erstmal beiseite geschoben und ist mit uns nach unten gegangen. Das war echt... Wahnsinn. An einer Riffwand ging es 11 m nach unten, vorbei an bunten Fischen, Korallen und Wasserschildkröten.
Irre.
Den Abend haben wir dann mit Theorie lernen verbracht - ja, auch in den Ferien waren wir fleißig wie immer.
| Einstiegsstelle ins Wasser unserer Tauchschule |
| vorm allerersten Tauchgang |
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| Wasserschildkröte! |
Am 08.02. ging es am Nachmittag wieder unter Wasser, nachdem wir morgens Theorie büffeln mussten. Ich habe an diesem Nachmittag beschlossen, dass Tauchen nicht das Richtige für mich ist - ich habe meine Panik unter Wasser und während der Übungen einfach nicht unter Kontrolle bekommen. Also habe ich mir die Zeit, die Lars mit Guillaume unter Wasser war, mit Schnorcheln vertrieben, was jetzt auch nicht der schlechteste Zeitvertrieb ist ;o)
| Lars und Guillaume |
Später am Nachmittag haben wir einen Ausflug an den nahe gelegenen White Beach gemacht. Ein weißer Strand, keine Touristen, unendlich klares Wasser, Palmen - einfach wunderschön.
Am Abend haben wir beide den Theorieabschlusstest gemacht - somit bin auch ich zumindest eine theoretische Open Water Taucherin.
| White Beach |
| Sonnenuntergang an der Tauchschule |
Am 09.02. ging es für Lars am Morgen wieder Tauchen, für mich Schnorcheln. Am Nachmittag dann wollten wir einen Ausflug zu einem in der Nähe liegenden Wasserfall machen und haben uns dafür einen Motorroller geliehen. Auf ging es also - bis plötzlich nach den ersten Kilometern die Vorderbremse ihren Geist aufgab. Da wir keine Lust hatten zurück zu kehren und es ja auch noch eine Fußbremse gab, sind wir einfach mal weiter gefahren. Wir haben uns diesbezüglich also voll und ganz den asiatischen Sicherheitsstandards angepasst ;o)
Der Wasserfall dann war wunderschön. Man konnte an verschiedenen Stellen schwimmen gehen, ein wenig durch den Urwald laufen, Kokosnuss trinken - und es sich einfach gut gehen lassen.
Nach noch einer kleinen Wandertour durch die Natur, ging es dann im strömendsten Regen mit dem Roller zurück nach Moalboal.
| Lars mit unserem spitzensuperduper Motorroller |
| Wasserfall I |
| Wasserfall II |
| Wasserfall III |
| Kokosnuss! |
Am Nachmittag ging es noch einmal am "Hausriff" vom Strand aus tauchen, bis es dann irgendwann hieß: Rucksack packen. Darauf hatten wir nur so gar keine Lust, denn Moalboal oder allgemein die Philippinen waren einfach zu schön, als nach so kurzer Zeit schon wieder abzureisen.
Somit steht eins fest: Schnurpsel, wir müssen defintiv nochmal auf die Philippinen.
| Abschlussabend auf den Phillis |
Am 11.02. sollten uns dann morgens um 5 Uhr 2 Motorroller abholen, um uns zur nächsten Busstation zu fahren - nach asiatischer Pünktlichkeit kamen sie dann auch um 5.20Uhr an. Von der Busstation ging es dann mit einem Bus zurück nach Cebu City. Die Busfahrt war wieder einmal sehr abenteuerlich: wir saßen in der letzten Reihe, zusammen mit unseren riesigen Rucksäcken. In jeder Kurve musste ich den Rucksack festhalten und aufpassen, dass er nicht aus der Tür hinausfällt. Die letzte Sitzreihe ist außerdem für ungefähr 6 Leute konzipiert. Letztendlich saßen dann allerdings Lars, Ich, unsere 2 Rucksäcke und noch 5 Philippiner aneinander gequetscht da... Geht alles! Weiter ging es dann mit dem Flieger nach Manila und von Manila aus nach Jakarta. Von Jakarta aus nahmen wir gegen Mitternacht einen Bus zurück nach Bandung, denn ich musste ja noch meine dort gelassenen Sachen abholen.
Der Plan war, direkt am 12.02. von Bandung nach Bali, unserem letzten Reiseziel, zu fliegen. Leider waren die Flüge alle absolut unbezahlbar, sodass wir bis Montag dem 14.02. warten mussten, bevor es von Bandung nach Jakarta und Jakarta nach Bali ging.
Bali, 14.02.-20.02.2011
Am späten Nachmittag des 14.02. kamen wir auf Bali an und sind vom Flughafen in Denpasar aus weiter nach Ubud gefahren. Dort stand eine kleine ISGM Reunion an: Kolja, Hannah und Lyn waren nämlich auch grad dort. Also haben wir uns alle 5 in ein wunderwunderschönes Hotel eingenistet, um die letzten Tage noch in vollen Zügen genießen zu können.
Am 15.02. haben wir uns mit Kolja und Hannah ins Shoppingchaos gestürzt - versackt sind dort dann nicht wir Mädels, sondern die Jungs. Und was kam bei raus? 2, ähm, wunderschöne Alternativoutfits, die erstmal auf Belastbarkeit getestet werden mussten!
Im perfekten Outfit:
Am 16.02. haben Lars und ich den Affentempel in Ubud besucht. Dort gibt es, wie der Name schon sagt, unendlich viele Affen, einen Tempel und wunderschöne Natur.
| Er wollte doch SOOO gerne gucken, was ich in meiner Tasche habe... |
| Lars hat auch direkt einen neuen Freund gefunden, der ihn erstmal lausen musste |
| :o) |
Am 17.02. haben wir uns auf den Weg in Richtung Süden von Bali gemacht - zum Uluwatu Tempel. Dieser Tempel liegt an einer Klippe am Meer, wird von Affen bewohnt und ist wirklich wirklich schön. Bevor wir uns wieder auf den Heimweg gemacht haben, haben wir uns noch ein wenig Kultur gegönnt und einem Kecak, Feuertanz, zugeschaut. Dabei wird in traditionellen Outfits und mit Gesang ein "Märchen" dargestellt. Wie immer gehts dabei natürlich um die große Liebe, die in Gefahr gerät, am Ende aber durch das Gute gerettet wird ;o) Überall das Gleiche auf der ganzen Welt!
Am 18.02. haben wir einen Strandtag eingelegt. Zunächst ging es nach Sanur, wo wir allerdings vom Strand her relativ enttäuscht waren. Zum Baden war es eigentlich gar nicht geeignet - der Boden war steinig und uneben, das Wasser viel zu flach. Auch dem Ort an sich fehlte es an jeglichem Ambiente: Hotelklötze und überdimensionale Glaskästen, in denen sich heiratswillige Touris das Ja-Wort geben können, passten in unseren Augen jetzt nicht so gut in das Gesamtbild Bali. Also haben wir uns nach kurzer Zeit wieder auf den Weg gemacht - theoretisch wollten wir einen weiteren Tempel anschauen, praktisch sind wir wieder am Strand gelandet :o) Dieses Mal in Seminyak, ein herrlicher Strand mit hohen Wellen und einer relativ luxoriösen Umgebung. Da wir es beide nicht lang am Strand ausgehalten haben, haben wir uns ein Boogieboard ausgeliehen und sind für die nächste Stunde im Wasser geblieben. Später haben wir den Sonnenuntergang genossen, bevor es zurück nach Ubud ging.
| Sanur |
| Sanur II |
| Seminyak |
Dann war auch schon Samstag, der 19.02. - unser letzter Tag. Es ist unfassbar, wie schnell die Zeit vergangen ist. Nun war ich schon seit über 2 Monaten in Asien und es war fast wieder so weit, Abschied nehmen zu müssen. Aber bevor es daran ging, sind wir losgezogen, um den Tempel zu suchen, den wir am Vortag nicht gefunden hatten. Tanah Lot.
Nach einiger Herum- und Verfahrrerei haben wir ihn tatsächlich gefunden. Dieser Tempel liegt im Meer und hat nur zu Ebbezeiten eine direkte Verbindung zum Festland - sonst liegt er abgeschnitten im Meer. Das ganze sah ziemlich cool und eindrucksvoll aus, leider waren sehr viele Touris dort.
| Tanah Lot |
| Tanah Lot |
| Tanah Lot |
| ♥ |
Dann ging es auch schon wieder zurück nach Ubud. Lars musste dort seine Praktikumssachen klären, und ich musste irgendwie all meine Sachen gepackt bekommen.
Am 20.02. dann ging es mittags auf nach Denpasar zum Flughafen, wo ich nach einigen Schwierigkeiten auch einchecken konnte.
Und somit waren 2 wunderschöne Monate auch wieder vorbei.
Der Abschied war schwer und alles andere als einfach und nun heißt es 4 Monate warten, bis dieses Mal Ich diejenige bin, die zum Flughafen fahren und ein Willkommensschild hochhalten wird.
Ich kann es kaum erwarten.Danke mein Schatz, für alles.

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